Bischof Bedford-Strohm: Europa verliert seine Seele im Mittelmeer

<p>14.11.2020, Italien, Trapani: Ein in einem Leichensack verstauter Leichnam eines Geflüchteten wird in einen Sarg gelegt. Der Tote war zuvor von einem Schiff der spanischen Hilfsorganisation Open Arms im Hafen von Trapani an Land gebracht worden, nachdem das Schiff mit rund 250 aus Seenot geretteten Menschen an Bord die italienische Küste erreicht hatte. Die Geflüchteten seien bei insgesamt drei Rettungsaktionen am 10. und 11.11.2020 aufgenommen worden, wobei fünf Menschen nur noch tot geborgen worden konnten.</p>
14.11.2020, Italien, Trapani: Ein in einem Leichensack verstauter Leichnam eines Geflüchteten wird in einen Sarg gelegt. Der Tote war zuvor von einem Schiff der spanischen Hilfsorganisation Open Arms im Hafen von Trapani an Land gebracht worden, nachdem das Schiff mit rund 250 aus Seenot geretteten Menschen an Bord die italienische Küste erreicht hatte. Die Geflüchteten seien bei insgesamt drei Rettungsaktionen am 10. und 11.11.2020 aufgenommen worden, wobei fünf Menschen nur noch tot geborgen worden konnten. | Foto: Sergi Camara/AP/dpa

„Europa verliert seine Seele im Mittelmeerraum, wenn wir weiter zusehen, wie Menschen dort ertrinken“, sagte Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, nach einem Gespräch hochrangiger Religionsvertreter mit der Kommission.

Jean-Claude Hollerich, Erzbischof von Luxemburg, fügte an, die Unantastbarkeit der Würde müsse auch für Menschen außerhalb Europas gelten. Ein Kernelement der EU-Werte bestehe im Schutz dieser Würde. Die Religionsvertreter forderten die Kommission auf, unverzüglich zu helfen. (dpa)

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