Am 1. November ist der bisherige geschäftsführende Direktor, Robert Nelles, in den Ruhestand getreten. Die Regierung hat, nach eigenen Angaben nach längerer Vorbereitung des Auswahlverfahrens und der Zugangskriterien, am 3. September 2020 beschlossen, die Stelle des Geschäftsführenden Direktors im Arbeitsamt durch Anwerbung neu zu besetzen. Bis zum 30. September konnten sich die Anwärter bewerben. Sowohl in der hiesigen wie auch in der ausländischen Presse wurde der Bewerberaufruf veröffentlicht. Das Auswahlbüro der Föderalverwaltung Selor wurde beauftragt, das Anwerbungsverfahren zu organisieren, das zweigliedrig mit einem Bewerbungsgespräch und einem Assessment aufgestellt war. Eine Fachjury, die zusammengesetzt war aus jeweils einem Vertreter der ostbelgischen Wirtschaftswelt, der Selor-Verwaltung, einer benachbarten ausländischen Arbeitsbehörde, des Ministeriums der DG und des Assessment-Centers, bildete das Herzstück des Verfahrens.
Aus dem Selor-Verfahren gehe hervor, dass Sabine Herzet bei der Einordnung der erfolgreichen Bewerber den ersten Platz erzielte. Die Regierung habe sie entsprechend den Bestimmungen nun zur einjährigen Probezeit zugelassen, hieß es in einer Mitteilung aus dem Kabinett Weykmans. Sabine Herzet ist gebürtige Eupenerin, 40 Jahre alt und aktuell Fachbereichsleiterin für Kultur und Jugend im Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Sie wird die Stelle zum 1. Februar 2021 antreten. Bis dahin werde ebenfalls die Nachfolge in der Fachbereichsleitung vorbereitet. „Frau Herzet bringt alle notwendigen Kompetenzen und Fähigkeiten mit, um das Arbeitsamt zu führen sowie aktiv Reformprozesse anzustoßen und umzusetzen. Das bezeugt auch deutlich das Resultat des Auswahlverfahrens“, so die zuständige Beschäftigungsministerin Isabelle Weykmans (PFF).
Die Germanistin Sabine Herzet lenkt seit 2006 die Geschicke des Fachbereichs Kultur und Jugend und habe zahlreiche Reform- und Pilotprojekte erfolgreich umgesetzt. „Ich bin sehr gespannt auf meinen neuen Aufgabenbereich. Die Arbeitswelt in Ostbelgien wird sich in den nächsten Jahren weiter wandeln: Die demografische Entwicklung, die Digitalisierung und Flexibilisierung der Arbeit sowie die Coronakrise stellen den Arbeitsmarkt vor große Herausforderungen. Ich möchte dazu beitragen, dass das Arbeitsamt auch zukünftig als kompetenter und zuverlässiger Dienstleister zur Verfügung steht. Dafür möchte ich meine Erfahrungen aus meinen vielen Jahren in verschiedenen Bereichen der Deutschsprachigen Gemeinschaft bei der Weiterentwicklung der Behörde einbringen. Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe, um gemeinsam mit dem gesamten Team und allen Partnern die Herausforderungen des ostbelgischen Arbeitsmarkts erfolgreich zu meistern.“ (red/sc)

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