„Einfach zu groß“: Brüssel zieht bekannter Leuchtreklame den Stecker

<p>Wird bald Geschichte sein: die XXL-Leutreklame von Coca-Cola.</p>
Wird bald Geschichte sein: die XXL-Leutreklame von Coca-Cola. | Foto: belga

Wie die Stadtzeitung „Bruzz“ berichtet, will die Regierung der Region Brüssel-Hauptstadt, Vervoort III, der leuchtenden Werbetafel den Stecker ziehen. Demnach habe die Politik einer Verlängerung der Laufzeitverlängerung der Leuchtreklame einen Riegel vorgeschoben. Die Tafel sei unverhältnismäßig, so die Begründung. „Ich bin mir bewusst, dass das Schild schon lange dort hängt, und dass einige Menschen es als kulturelles Erbe ansehen. Aber es ist einfach zu groß“, erklärt Pascal Smet (SP.A), seines Zeichens Staatssekretär für Urbanismus.

Mit der Entscheidung will das Kollektiv um Pascal Smet eine offene Diskussion anstoßen. „Wollen wir Werbung auf dem Place de Brouckère? Und wenn ja, in welcher Art? Also in welcher Form und in welchem Stil?“, fragt der Staatssekretär. Um der Debatte den möglichen Spielraum zu geben, muss die XXL-Werbung aber weichen. Hätten man der Coca-Cola Company die Genehmigung erteilt, wäre es die nächsten sechs Jahre nicht möglich gewesen, Veränderungen vorzunehmen, so Smet.

Die Werbetafel wurde im Jahr 2011 übrigens ohne Genehmigung auf dem ehemaligen Hotel Continental installiert. Nach einigen Gesprächen konnte dann aber eine Einigung erzielt werden, damit am Place de Brouckère für das kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränk in überdimensionaler Größe geworben werden durfte. Diese Lizenz ist allerdings Ende 2019 ausgelaufen. Seither erstrahlt die Leuchtreklame ohne Genehmigung.

Wann genau das Licht ausgeknipst werden muss, ist derweil noch nicht klar. Sobald der Stecker aber endgültig gezogen wurde, gehen der Stadt einige Tausend Euro flöten. Denn nach Angaben von „Bruzz“ überweist Coca-Cola monatlich 10.000 Euro, damit die Werbetafel im Zentrum der Hauptstadt leuchten darf. (calü)

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