Neue „Online-Competition“: Lara Patzer ist Europas Nummer zwei

<p>Lara Patzer bei ihrer Perfomance, mit der sie auf europäischer Ebene den zweiten Platz bei der neuartigen „Online-Competition“ belegte.</p>
Lara Patzer bei ihrer Perfomance, mit der sie auf europäischer Ebene den zweiten Platz bei der neuartigen „Online-Competition“ belegte. | Foto: Verein

Durch die Corona-Maßnahmen und die damit verbundenen Reisebeschränkungen, konnten die im Juli in New-York geplanten Rhönrad-Weltmeisterschaften nicht stattfinden. Auch sonst mussten in diesem Jahr sämtliche Wettkämpfe abgesagt werden. Da kam die Idee der „Online Competitions“ gerade richtig. Bei diesem innovativen Wettkampfkonzept können Athleten ihre Kür in ihrem Land turnen und das Video zur Bewertung an eine Jury des IRV schicken. So können sich Athleten aus der ganzen Welt miteinander messen, ohne reisen zu müssen.

Dieses Wettkampfformat war ursprünglich als kleiner Versuch gedacht, um den Athleten in dieser schwierigen Zeit wieder Trainingsanreize und sportliche Ziele zu bieten. Was folgte, hat alle Erwartungen bei weitem übertroffen. Durch die ausgefallene WM hat die internationale Rhönradelite dieses neuartige Wettkampfangebot genutzt, um sich miteinander zu messen. Aus der ganzen Welt haben unzählige Athleten Videos ihrer Geradeküren eingeschickt. Es wurden so viele Videos eingeschickt, dass die Jury statt eines Tages ganze drei Wochen brauchte, um alle eingeschickten Videos zu bewerten.

Bei diesem Online-Wettkampf konnte vor allem Lara Patzer glänzen. Die 18-jähige Eupenerin erzielte fantastische 10,60 Punkte. Dies war nicht nur eine der besten Wertungen ihrer bisherigen Karriere, sondern auch die zweithöchste Europäische Wertung in diesem hochkarätig besetzten Wettkampf. Im weltweiten Ranking belegte sie hiermit einen beachtlichen fünften Platz. Ohnehin zählt Patzer aufgrund ihrer Siege und zahlreichen Podiumsplatzierung bei den bedeutendsten internationalen Wettkämpfen des Jahres 2019 zum engen Kreis der Anwärterinnen auf einen Finalplatz bei der WM im Juli 2021 in New-York.

Mara Bartholemy steigerte ihre persönliche Bestleistung.

Neben Lara Patzer konnten auch noch andere Eupener Rhönradturnerinnen überzeugen. „Ganz besonders hervorzuheben ist hier die Leistung von Mara Bartholemy. Sie konnte ihre persönliche Bestleistung um über zwei Punkte auf 8,20 Punkte steigern“, berichtet Achim Pitz, Präsident und Trainer des Eupener Turnvereins. Damit belegte die 13-jährige Eupenerin einen mehr als beachtlichen 23. Platz. „Mara unterstreicht mit ihrer herausragenden Leistung auch ihre Ambitionen auf eine Qualifikation zur Junioren-Weltmeisterschaft.“ Um im Juli 2021 in New-York im Geradeturnen starten zu dürfen, muss sie bei einem internationalen Qualifikationswettkampf mindestens 7,00 Punkte erzielen. In Anbetracht ihres jetzigen Leistungsstands erscheint dieses Ziel realistischer denn je.

Auch die dritte Eupener Rhönradturnerin Franka Patzer konnte mit ihrem Abschneiden bei diesem Online-Wettkampf sehr zufrieden sein. Die 14-jährige Eupenerin belegte bei ihrem ersten internationalen Wettkampf mit ihrer Geradekür den 36. Platz.

Trainer Achim Pitz ist sehr zufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge. Besonders froh ist er, dass seine Turnerinnen das ganze Jahr motiviert und ehrgeizig geblieben seien: „Sogar in der Zeit, in der wir nur Online Training von zuhause aus machen konnten, waren alle Turnerinnen immer sehr fleißig und diszipliniert bei der Sache“ bemerkt er. Und dank dieses Fleißes haben die Eupener Rhönradturnerinnen ihr Leistungsniveau in diesem Jahr halten und teilweise sogar steigern können. (red)

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