Nach Tod von Ehepaar: keine Malaria-übertragenden Moskitos in Kampenhout gefunden

<p>Die flämische Gemeinde Kampenhout befindet sich unweit des Nationalflughafens Zaventem.</p>
Die flämische Gemeinde Kampenhout befindet sich unweit des Nationalflughafens Zaventem. | Foto: belga

Forscher des Instituts fuhren nach Kampenhout, um die in der Gemeinde, die sich unweit des Landesflughafens Zaventem befindet, vorkommenden Stechmückenarten sowie die Larven zu analysieren und zu versuchen, die Existenz der Anopheles-Mücke festzustellen, die den Parasiten, der Malaria verursacht, in sich tragen kann. Die Malariavariante, an der das Paar starb, wird in der Regel nur durch diese exotischen Moskitos übertragen.

Bei der Felduntersuchung wurde keines dieser Insekten entdeckt, teilte das Institut nun mit. Es wurden zwei einheimische Stechmücken gefunden, eine erwachsene und eine Larve, aber sie trugen den schädlichen Parasiten nicht. „Wir können daraus schließen, dass es keine – oder zumindest keine große – Population der Anopheles-Mücke gibt, die Malaria verbreiten kann“, sagt Wim Van Bortel vom Institut für Tropenmedizin: „Wir haben auch keine Hinweise auf eine lokale Übertragung von Malaria durch einheimische Arten gefunden.“

Das Ehepaar starb daher an den Folgen des Stiches einer isolierten Mücke, die wohl an Bord eines Flugzeuges nach Belgien kam. „Das Risiko einer lokalen Übertragung von Malaria in unserem Land ist daher nach wie vor extrem gering. Es ist jedoch wichtig, Fälle von nach Belgien importierten exotischen Moskitos aufmerksam zu verfolgen“, so Van Bortel. (belga/mv)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment