Diese „speziell auf die Bedürfnisse des ländlichen Raums“ zugeschnittenen digitalen Lösungen könnten von den Dörfern der Gemeinde, die den Zuschlag bekommt, zunächst für ein Jahr kostenlos genutzt werden, heißt es aus dem Kabinett von DG-Ministerin Isabelle Weykmans (PFF). Hierbei handele es sich um die speziell konzipierte Webseite „DorfNews“, deren Inhalte von Bürgern, Vereinen und Dorfgruppen selbst eingepflegt werden könnten. Außerdem werde die Kommunikations-App DorfFunk zur Verfügung gestellt, die mit der Option „Lösbar“ den direkten Kontakt der Bürger mit der Gemeindeverwaltung ermöglicht. Dem Zusammenhalt im ländlichen Raum auch eine digitale Ausdrucksmöglichkeit zu geben, ist das Ziel der Einführung des Modellprojekts Digitale Dörfer.
„Wir haben sehr aktive und dynamische Dörfer und Dorfgruppen in Ostbelgien. Wir wollen mit diesem Projekt eine Möglichkeit schaffen, dieses Potenzial digital abzubilden und dadurch auch neue Synergien und neue Kommunikationskanäle im Dorfgeschehen anzustoßen. Nichts kann die persönlichen Kontakte ersetzen, aber sie können unterstützt oder vorübergehend ins Digitale verlagert werden. Es sind herausfordernde Zeiten, die wir gerade erleben“, betont Ministerin Isabelle Weykmans.
Die „Digitalen Dörfer“ sind eine Vernetzungsplattform, auf die mittlerweile viele vor allem ländliche Gebiete im deutschsprachigen europäischen Ausland zurückgreifen. Die Webseite DorfNews macht die Bürger selbst zu Reportern und gibt ihnen die Möglichkeit, Beiträge aus der Region zu veröffentlichen. Ob als Verein oder Einzelperson, jeder kann ein Teil der DorfNews sein. Gleichzeitig werden diese Inhalte auch an die Applikation DorfFunk „gefunkt“. Der DorfFunk ist die Kommunikationszentrale der Gemeinde und all ihrer Dörfern. Mit der Option LösBar könne der Bürger direkt mit der Gemeinde in Kontakt treten und zum Beispiel einen Schadensvorfall mit Foto melden. Der Aufruf richtet sich an die Gemeinden der DG. Eine Gemeinde bekommt den Zuschlag, als Modellgemeinde für ein Jahr kostenlos teilzunehmen und kommt in den Genuss von technischem Support und Schulungen für die Gemeindemitarbeiter, die sich um die digitalen Dörfer kümmern. Diese digitalen Lösungen können die Dorfgemeinschaft noch enger vernetzen und den Dorfzusammenhalt auch im digitalen Raum visualisieren und interaktiv stattfinden lassen.
Anträge auf eine Teilnahmeabsicht können von den Gemeinden bis Ende Dezember 2020 eingereicht werden. Infos unter www.ostbelgienlive.be. (red)

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