Der 34-jährige Brite war am Montag bei der dritten Etappe mit Ziel auf dem Vulkan Ätna über eine Trinkflasche gestürzt und mit mehr als zwölf Minuten Rückstand ins Ziel gekommen.
Jetzt hat sich herausgestellt, dass er sich bei seinem Sturz einen Bruch des linken Beckenknochens zugezogen. Das teilte sein Team am Dienstag kurz vor dem Start des vierten Teilstücks mit, zu dem der Waliser nicht mehr antreten konnte. Nach ersten Untersuchungen hatte es noch geheißen, dass Thomas ohne Fraktur davongekommen sei und die Entscheidung über seine weitere Teilnahme kurz vor Etappenstart fallen werde.
„Es ist so frustrierend. Ich habe so viel Arbeit in dieses Rennen investiert“, sagte Thomas. Angesichts des Knochenbruchs – ein „kleiner, nicht verschobener“, so Teamarzt Phil Riley – habe man Thomas vorsichtshalber aus dem Rennen genommen, um die Verletzung nicht weiter zu verschlimmern. „Ich habe alles getan, was ich konnte, und fühlte mich genauso gut, wenn nicht sogar besser in Form als zu dem Zeitpunkt, als ich die Tour gewonnen habe“, sagte der tief enttäuschte Thomas, der vom Ineos-Management aufgrund der beim Cirtérium du Dauphiné zutagegetrenenen Formschwäche nicht für die Tour de France berücksichtigt worden war, dann aber als Gesamtzweiter bei Tirreno-Adriatico bewiesen hatte, dass für den Giro mit ihm zu rechnen gewesen wäre.
Als Vierter des Auftaktzeitfahrens von Palermo zeigte er dann, dass er wohl auf den Punkt fit war für den Kampf um das Rosa Trikot. Die erste Bergetappe am Montag nahm er als Gesamtdritter in Angriff, ehe es bereits in der Neutralisation zu dem folgenreichen Sturz kam, als Thomas bei bereits hohem Tempo auf einer über die Straße rollende Trinkflasche flog. Nun wird für ihn die Saison 2020 wohl beendet sein. (jph/belga)

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