Im Rahmen des im Mai gestarteten Projekts ACT Accelerator wurden erst 2,5 Milliarden Dollar (2,1 Mrd Euro) fest zugesagt, sagte eine Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Deutschen Presse-Agentur in Genf. Die WHO hatte den Bedarf auf 31,3 Milliarden Dollar für zwölf Monate geschätzt.
Das Projekt ist für die drei Säulen Entwicklung und Verteilung von Tests, Medikamenten und Impfstoffen sowie die gerechte Verteilung und Stärkung der Gesundheitssysteme in ärmeren Ländern gedacht. Die 2,5 Milliarden Dollar sind für Projekte in den drei Säulen zugesagt. Über den Einsatz einer weiteren Milliarde Dollar Spendengelder werde mit Gebern noch verhandelt, sagte die WHO-Sprecherin. „Wir gehen aber davon aus, dass nur ein relativ kleiner Anteil schlussendlich an ACT-A-Partner gehen wird“, so die WHO. ACT steht für „Access to Covid-19-Tools“ (etwa: Zugang zu Covid-19-Instrumenten).
Abgesehen davon haben Länder nach WHO-Angaben zusammen 14 Milliarden Dollar für andere Töpfe zur Corona-Bekämpfung sowie nationale Forschungsprogramme bereitgestellt.
Das ACT Accelerator-Projekt war im Mai bei einer Geberkonferenz in Brüssel mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Bundeskanzlerin Angela Merkel gestartet worden. Merkel hatte 525 Millionen Euro für die Entwicklung eines Impfstoffes und von Medikamenten zugesagt. (dpa)

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