Es braucht eine „graue Eminenz“: Pieter Timmermans bezieht zur Regierungsbildung Stellung

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Pieter Timmermans hat sich zu Wort gemeldet. | Foto: belga

Timmermanns zeigte sich trotz der aussichtslosen Lage ziemlich zuversichtlich, dass die beiden Vorregierungsbildner Paul Magnette (PS) und Bart De Wever (N-VA) ihren Auftrag weiter ausführen werden. „In jeder Verhandlung gibt es kritische Momente. In solchen Situationen ist es wichtig, nach dem Auftreten des Dramas es auch wieder zu entdramatisieren“, gab der FEB-Geschäftsführer zu Protokoll.

Sollte das Tandem, das am Montag König Philippe (60) Bericht erstatten muss, aber tatsächlich das Handtuch werfen, plädiert Timmermans dafür, einen externen Mediator zu engagieren, der zwischen den Parteien vermitteln soll. Wörtlich sprach der 56-Jährige von einer „grauen Eminenz“. „Ich denke dabei an jemanden mit guten sozioökonomischen Kenntnissen und ohne politische Ambitionen, der den potenziellen Koalitionspartnern einen Spiegel vorhält“, so Timmermans.

Neuwahlen sind für den FEB-Geschäftsführer indes keine Option und müssten mit Blick auf die Corona-Krise und die erlahmte Wirtschaft auch tunlichst vermieden werden. „Nach einer Wahl werden wieder die gleichen Probleme auftreten, und vielleicht sogar noch schlimmere.“ (calü)

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