Am Mittwoch, 26. August, ist es wieder soweit: Die Raerener Sektion des Roten Kreuzes lädt ab 15.30 Uhr zur nächsten Blutspendeaktion in der Aula der Gemeindeschule Driesch ein. „Die Wege, die Abläufe, das muss in Zeiten von Corona alles gut vorbereitet sein“, weiß Präsidentin Irene Cormann. Sie und ihr Team versuchen, auch unter den derzeit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen Blutspenden möglich zu machen. Dies habe bereits im vergangenen Mai gut funktioniert, als 122 Spender den Weg zu ihnen gefunden hatten – und damit deutlich mehr als üblich. „Vielleicht hatte der eine oder andere auch gedacht, dass in einem auch ein Coronatest gemacht wird. Das ist aber nicht der Fall“, stellt sie klar. Dennoch macht die Sektionspräsidentin deutlich, dass jeder Spender herzlich willkommen ist. Blutreserven, so viel dürfte mittlerweile jedem bewusst sein, ist ein wichtiges und gefragtes Gut.
Wer zur Blutspende geht, wird nicht automatisch auch einem Coronatest unterzogen.
Allerdings sollten alle Interessierten im Klaren sein, dass weitere Einschränkungen für eine Blutspende gelten. So sind Personen, die erkältet sind, Grippesymptome aufweisen oder auch gerade aus einer Urlaubsregion zurückgekehrt sind, die einen höheren Infektionsstand aufweisen, nicht spendeberechtigt. Auf den klassischen Imbiss vor Ort müssen die Spender Ende August wegen Corona verzichten, so ganz „ohne“ will das Rote Kreuz sie jedoch nicht auf den Heimweg schicken. Deshalb stehen eingepackte Snacks und Getränke zur Mitnahme bereit.
Die Organisation der Blutspende ist jedoch nur eines der „Standbeine“ der Lokalsektion. „Die Leute sehen unseren Bus ja ständig durch Raeren fahren. Da weiß man, dass sich auch weiterhin bei uns etwas tut“, sagt Irene Cormann. Zum Beispiel in Sachen Lebensmittelhilfe. Von hiesigen Supermärkten erhält das Rote Kreuz Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum nicht mehr allzu weit entfernt liegt. „Dank dieser regelmäßigen Spenden verfügen wir über reichlich Lebensmittel, deren Abgabe wir jeden Dienstag durchführen“, erklärt die Sektionspräsidentin. Überraschenderweise hat die Nachfrage seit Beginn der Coronakrise jedoch leicht abgenommen. „Wir haben uns diesbezüglich auch gewundert, weil es ja immer heißt, die Leute hätten weniger Geld in der Tasche. Woran das jetzt liegt, wissen wir nicht. In Eupen war es genauso, in St.Vith aber umgekehrt“, erklärt sie.
Aufgrund der Corona-Bestimmungen derzeit nicht zugänglich ist die Kleiderbörse im Haus Titfeld. „Durch die räumliche Enge muss sie geschlossen bleiben“, so Irene Cormann. Wer jedoch dringend Kleidung und Ähnliches benötigt, kann telefonisch einen Termin vereinbaren (unter der Rufnummer 087/850440, mit Anrufbeantworter) oder sich an das Öffentliche Sozialhilfezentrum (ÖSHZ) wenden.
Mittels vorheriger Absprache ist es auch weiterhin möglich, Kleidungsstücke vor Ort abzugeben.
Im Haus Titfeld an der Hauptstraße hat das Rote Kreuz auch seinen Ausleihdienst angesiedelt. Ein Angebot, das von Anfang März bis Ende Juni rege in Anspruch genommen wurde. So lieferte man in diesem Zeitraum in den gesamten Norden der Deutschsprachigen Gemeinschaft 23 Betten aus und sammelte zwölf wieder ein. Ebenso lieh man 17 Nachtstühle und sieben Rollstühle aus. Hinzukommen Gehhilfen, Kompressoren etc. Viel Betrieb im Stillen, so wie es häufig bei ehrenamtlichem Einsatz ist, der nur selten angemessen gewürdigt wird.

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