Nein, im Moment gibt es keine langen, durchtanzten Nächte, bei denen DJs einen neuen Song ein bisschen pushen könnten.
Und Live-Auftritte, bei denen Pixie Paris sich und ihre bunte Show präsentieren können, gibt es auch nicht. Trotzdem sollte „Es rappelt im Karton“, der Hit, mit dem die gebürtige Manderfelderin Cindy Hennes und der Schweizer Matthias Kräutli vor mittlerweile fast fünf Jahren in fast allen Clubs präsent waren, eine Fortsetzung finden. Und das ist nun „Dumm“, „Dumb“ in der englischen Version.
Über 43.000 TikTok-Nutzer haben für die Verbreitung des Songs gesorgt.
Mitte Juni wurde der Titel auf dem Videoportal TikTok hochgeladen und dort in einer Art Schneeballeffekt über 43.000 Mal verbreitet. Tausende TikTok-Nutzer haben die Zeile „Vielleicht bist du nur zu dumm, um mich zu lieben“ genutzt, um ihrem Ex-Freund eine Nachricht zu schicken, eine Botschaft gegen Ärgernisse dieses Zeitalters zu hinterlassen oder gegen Massentierhaltung oder andere Dinge zu protestieren.
„Es hat eine richtige Welle gegeben“, sagt Cindy Hennes zufrieden. „Es war ein super Einstieg für den Titel.“ Mehrere Medien sind so auf „Dumb“ aufmerksam geworden, sodass es bereits einige Fernseh- und Radiobeiträge über die Fortführung von „Es rappelt im Karton“ gegeben hat. Auch das Video ist bewusst in Anlehnung an den großen Hit des Duos konzipiert.

Waren damals ostbelgische Tänzerinnen in blau-weißen Gardeuniformen in dem Beitrag zu sehen, so sind es nun vier Tänzer, die mit gelben Hosenträgern und blauen Fliegen vor rotem Hintergrund tanzen. „Ich hatte schon seit dem letzten Sommer an dem Video gearbeitet“, sagt Cindy Hennes, die neben ihren eigenen Projekten regelmäßig Videos für andere Musiker produziert bzw. Tourdokumentationen erstellt, wie zuletzt für die Hamburger Band MEUTE, die als „Techno Marching Band“ bekannte Techno- und House-Titel mit den Instrumenten einer konventionellen Blaskapelle umsetzt.
Dabei gestaltet sie sozusagen in einer One-Woman-Show das Drehbuch, filmt und schneidet auch den Beitrag.
Für „Dumb“ hat Cindy Hennes außerdem „die Seiten gewechselt“, d.h. sowohl als Regisseurin hinter der Kamera gestanden als auch mit den vier Tänzern gemeinsam davor. Diese hatte sie übrigens im Bekanntenkreis rekrutiert und dann zu den Dreharbeiten zusammengebracht. „Ich hatte auch noch viel Glück, denn ich habe aufs Geratewohl die Sachen im Internet bestellt. Und am Ende passte alles“, lacht sie.
Seit Mitte Juni ist „Dumb“ nun auf dem Markt. Was daraus wird, können Cindy Hennes und ihr musikalischer Partner Matthias Kräutli natürlich nicht sagen.
„Es rappelt im Karton“ war nicht zuletzt in jedermanns Ohr, da es für die Werbung des Erotikshops Eis.de genutzt wurde und alleine damit Millionen Klicks erzielte.
Auch „Dumb“ ist nun wieder bei dem US-amerikanischen Independant-Label UltraMusic in New York erschienen.
Nachdem die beiden sich lange Zeit nicht persönlich gesehen haben, ist Matthias Kräutli, der eigentlich in der Schweiz lebt, derzeit in Hamburg, wo Pixie Paris schon an neuer Musik arbeiten.
„Es wird etwas ganz Anderes werden“, lässt das Duo sich aber noch nicht in die Karten schauen. Beide Musiker treibt natürlich der Ehrgeiz an, noch einmal einen Hit wie „Es rappelt im Karton zu landen“, der ganz automatisch lange im Ohr bleibt. Cindy Hennes hat noch ein anderes Steckenpferd, das ist die Malerei und dabei vor allem gerade, klare Linien. Ihre Woche hat sie in zwei Tage Malen in ihrem Atelier im Hamburger Schanzenviertel, zwei Tage Musik und zwei Tage Video eingeteilt.
„Wenn mir jemand die Frage stellt ‘Was machst du eigentlich?’, kann ich die gar nicht so einfach in ein, zwei Sätzen beantworten“, lacht sie.
Im Duett mit Sven Bünger eine ganz andere musikalische Seite
Alle drei Disziplinen hängen für sie aber inhaltlich zusammen und so finden sich die Formen aus ihren Bildern auch in ihren Videos wieder, das Spiel mit Farben wird in der Musik zum Spiel mit Worten. Neben dem bunten, verspielten Pixie Paris zeigt sie im Duett „Verschwende“ mit dem Hamburger Produzent, Songwriter und Gitarrist Sven Bünger im wahrsten Sinne des Wortes ein ganz anderes Gesicht und auch eine ganz andere Stimme, wofür es in den sozialen Netzwerken viel Lob gab.




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