Dividendenausschüttungen von über einer halben Milliarde Euro fehlen

<p>Dividenden in Höhe von 299 Millionen Euro hätte BNP Paribas an den belgischen Staat zahlen müssen – Geld, das der Staatskasse jetzt fehlt.</p>
Dividenden in Höhe von 299 Millionen Euro hätte BNP Paribas an den belgischen Staat zahlen müssen – Geld, das der Staatskasse jetzt fehlt. | Foto: belga

Durch die Coronakrise wurden die Karten neu gemischt. Die Dividenden, die aus zahlreichen Teilhaberschaften gezahlt werden und die traditionell eine attraktive Einnahmequelle der Föderalregierung sind, fließen diesmal nicht wie gewohnt. Es geht dabei um eine Summe von rund 532,9 Millionen Euro, die der Staatskasse nicht zur Verfügung steht. Zu den Hauptschuldigen für das Ausbleiben der Dividendenzahlungen gehört das Finanzunternehmen BNP Paribas. Die französische Großbank, an der Belgien 25 Prozent der Anteile hält, hätte bereits im Frühjahr 299 Millionen Euro an den belgischen Staat ausschütten sollen. Seitens der Staatsbank Belfius sollten weitere 161 Millionen Euro fließen. Aber auch die auf 31,6 Millionen Euro geschätzte Dividende des Versicherers Ethias bleibt aus. Wie die Wirtschaftszeitungen „L´Echo“ und „De Tijd“ am Donnerstag berichteten, handele es sich hierbei um eine Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB habe nach Ausbruch der Coronakrise beschlossen, dass ab dem Frühjahr und bis mindestens Ende 2020 keine Dividenden ausgezahlt werden.

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Kommentare

  • Im Thema Anteile an Unternehmen sollte der Staat sich eh mal ein Beispiel an Norwegen nehmen, die nicht einfach auf Anteilen sitzen bleiben, sondern aktiv damit handeln.

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