De Crem: IS-Propaganda im Internet ist marginaler geworden

<p>De Crem: IS-Propaganda im Internet ist marginaler geworden</p>
Illustrationsfoto: Andreas Arnold/dpa

Das berichten die Zeitungen „La Dernière Heure“ und „La Libre Belgique“ am Mittwoch.

Zwei Faktoren erklären laut De Crem diesen Rückgang: die Anstrengungen der Behörden auf der einen Seite und die der Betreiber sozialer Netzwerke auf der anderen. „Aber wir müssen vorsichtig bleiben“, so De Crem in seiner Antwort an Koen Metsu von der N-VA.

In der Tat sind Extremisten immer noch in den bekannten Foren der sozialen Netzwerke präsent, wo sie manchmal versuchen, zu rekrutieren. Dabei sind die Profile dieser „Menschenfänger“ oftmals nicht direkt einsehbar.

Eine Einheit der föderalen Polizei ist mit der Aufdeckung der Nachrichtenchats und Profile beauftragt. Ihr Name: i2-IRU (Internet Investigation - Internet Referral Unit).

Im vergangenen Jahr entdeckte diese Einheit bei ihren gezielten Recherchen im Internet und in sozialen Netzwerken 733 Nachrichten oder Profile. Dies führte zur Entfernung von 557 von ihnen. Der Rückgang ist signifikant. Im Jahr 2017 entdeckte sie 1.374 Nachrichten oder Profile (und entfernte 1.033 davon). Im folgenden Jahr nahm die Aktivität mit 1.622 Profilen oder Nachrichten und 1.229 Löschungen zu. Für das erste Quartal 2020 gab es 313 Nachrichten oder Profile, wovon 161 entfernt wurden.

Dabei sind nur noch sehr wenige belgische Profile, die mit dem IS in Verbindung stehen (die von den Behörden als „Foreign Terrorist Fighters“ bezeichnet werden), sind noch in sozialen Netzwerken aktiv.

Minister De Crem warnt jedoch davor, dass es auf diesen großen Plattformen immer noch einige recht aktive belgische „IS-Sympathisanten“ gibt. Aber es sei sehr selten geworden, dass öffentliche Propaganda für den Islamischen Staat auf diesen großen Plattformen verbreitet werde, so der CD&V-Politiker. Auch der Kreis der Sympathisanten sei in den vergangenen Jahren deutlich geschrumpft. (belga)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment