Urteil des Sportgerichtshofs stellt den Profifußball auf den Kopf

<p>Urteil des Sportgerichtshofs stellt den Profifußball auf den Kopf</p>
Illustration: GrenzEcho

Zur Erinnerung: Nach dem coronabedingten Saisonabbruch, einen Spieltag vor dem Ende der klassischen Meisterschaft, belegte Waasland-Beveren in der 1. Division A den letzten Tabellenplatz. Auf der Generalversammlung am 15. Mai stimmte die Mehrheit der Mitgliedsvereine der Pro League dafür, der Tabelle Aussagekraft zu verleihen: Waasland-Beveren stieg daraufhin ab. Der Klub weigerte sich, dies hinzunehmen. Er hätte sich am letzten Spieltag nämlich rechnerisch noch retten können und zog unter anderem vor die nationale Wettbewerbsbehörde (BMA).

Die urteilte jedoch vergangene Woche, dass beim Abstieg des flämischen Vereins alle Regeln eingehalten wurden. Waasland gab jedoch nicht auf und rief den Sportgerichtshof auf den Plan. Und der gab dem Schlusslicht nun Recht! Die Beschlüsse vom 15. Mai wurden damit für nichtig erklärt.

Damit dürfte das Chaos im belgischen Fußball (wieder einmal) perfekt sein. Denn am Dienstag waren auf einer weiteren Generalversammlung der Pro League das Format der 1. Division für die kommende Saison beschlossen (16 Vereine) und der Abstieg von Waasland bekräftigt worden. Und am heutigen Mittwoch wurden die Spielkalender veröffentlicht – mit Waasland-Beveren in der 1. Division B. Wird nun alles noch einmal auf den Kopf gestellt werden müssen? Oder tauschen Oostende (Vorletzter der vergangenen Saison) und Waasland nun einfach die Plätze?

Am Donnerstagnachmittag wird der Aufsichtsrat der Pro League über die weiteren Schritte beraten. (tf)

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Kommentare

  • Würden die Verantwortlichen der Pro League vorher nachdenken , wäre eine solche Posse gar nicht erst entstanden. Denn es war abzusehen , dass Waasland-Beveren zurecht gegen diesen Zwangsabstieg vorgehen würde . Wenn rein rechnerisch noch nichts entschieden ist , dürfte es keinen Absteiger geben , selbst wenn es durch eine mögliche Aussetzung der Aufstiegspartie Löwen-Beerschot zwei zusätzliche Aufsteiger gäbe und die Pro League halt mit 18 Vereinen in die neue Saison gehen müsste . .

  • ... Klasse, die lernen es ja doch nie....

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