Wie fast überall in Belgien herrschte auch bei allen Führerscheinzentren lange Zeit Stillstand. Während das Coronavirus munter in der Gesellschaft seine Kreise zog, mussten die Prüflinge eine Vollbremsung hinlegen.
Seit Mitte Mai läuft der Betrieb aber wieder – wenn auch nur mit angezogener Handbremse. Fahrstunden und Kurse sind zurzeit limitiert und finden unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen statt.
Abzuschrecken scheint das aber niemanden. Der Traum vom Lappen ist groß, sogar so groß, dass die Prüflinge die hiesigen Fahrschulen bei der Wiederöffnung überlaufen haben. „Wir wussten, dass es einen Ansturm geben würde, aber wir hatten nicht vorhergesehen, dass es so schnell gehen würde“, berichtet Jeroen Smeesters vom Verband der Fahrschulen dem flämischen Rundfunk VRT.
Zu normalen Zeiten würden monatlich zwischen 10.000 und 15.000 Fahrschüler ihre Führerscheinprüfung ablegen. „Aufgrund der Corona-Pandemie konnten zwei Monate lang aber keine Prüfungen abgehalten werden“, erklärt Jeroen Smeesters. Dadurch habe sich ein Rückstau bei den praktischen Prüfungen von mindestens 25.000 Fällen ergeben.
Wer geplant hatte, im Sommer den „Lappen“ in der Tasche zu haben, muss sich also in Geduld üben – mitunter bis zum Herbst. Die Frage sei eben, welche Führerscheinklasse angestrebt werde. Besonders hart trifft es Wiederholungstäter. Allen voran diejenigen, die erneut die Prüfung für einen Führerschein der Klasse B ablegen wollen, müssen sich ggf. darauf einstellen, bis Oktober auf ihre zweite Chance zu warten. (belga/calü)

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