„Der Lockdown war für mich der ideale Moment, darüber nachzudenken. Die Lust, diese Mannschaft, die ich geformt habe und die ich habe wachsen sehen, zu trainieren, ist weiterhin da. Aber ich musste mich fragen, ob ich mit 61 Jahren noch fähig bin, eine Saison als Trainer dranzuhängen – mit allen Anforderungen, die damit einhergehen“, so Preud’homme. „Und ich habe meine Antwort gefunden: Ich kann nicht mehr als Trainer aktiv sein, sondern werde mich dem anderen Teil meiner Arbeit widmen. Ich bleibe dem Klub als Vizepräsident erhalten und widme mich den strukturellen Themen. Der Kopf ist eine Sache, aber mein Körper ist eine andere. Und der sagt mir, dass ich es nicht schaffen werde.“
Der ehemalige Welttorhüter war 2018 zu seinem Heimatklub Standard Lüttich zurückgekehrt. „Nach meinen vier Saisons in Brügge habe ich mir ein Sabbatjahr erlaubt und war sowohl in Brügge als auch in Lüttich Spiele schauen. Ich erinnere mich, dass es in Lüttich damals nicht rosig zuging. Jedes Mal, wenn ich ins Stadion kam, baten mich Fans, zurückzukommen und zu helfen. Tatsächlich hatte Bruno (Venanzi, Standard-Präsident, A.d.R.) dieselbe Idee, ist auf mich zugekommen und hat mich überzeugt“, so Preud’homme, der wie die Nationalspieler Axel Witsel und Marouane Fellaini in das Stadionprojekt des Klubs investieren wird.
Somit übt „MPH“ in Zukunft also „nur“ noch das Amt des Vizepräsidenten aus: „Ich habe das Angebot damals aus nur einem einzigen Grund angenommen: um Teil eines langfristigen Projekts zu werden, das ich später, nach meiner Trainerkarriere, fortführen kann. Ich wollte nicht einfach nur ein, zwei Jahre Trainer sein und dann gehen.“
Wer in Zukunft auf der Lütticher Trainerbank Platz nehmen wird, ist noch nicht entschieden. Laut der Tageszeitung „La Meuse“ soll aber der Franzose Rémi Garde (54, zuvor bei Lyon, Aston Villa und Montréal) der heißeste Kandidat sein. Er stand vor drei Jahren bereits vor einem Engagement, das Amt ging damals jedoch an Ricardo Sa Pinto. Auch der Däne Brian Priske (Midtjylland), der Serbe Vladimir Ivic (Maccabi Tel Aviv/Isr) und der in Fußball-Ostbelgien bestens bekannte Mbaye Leye werden als Nachfolger gehandelt. Der ehemalige Eupener bringt zwar keine Erfahrung als Cheftrainer mit, ist aber bei den „Rouches“ sehr beliebt. (tf/jph)

Kommentare
Hat Recht dabei mit der Knete die er schon hat ,würde ich mich auch nicht mehr Krumm legen...Ohne was er noch Verdient Nebenbei....Bei Standard.....
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