Kuriose Mannequin-Show am Marktplatz

<p>Kostümierte Schaufensterpuppen als Fotomotiv auf dem Marktplatz: Das sieht man nicht alle Tage.</p>
Kostümierte Schaufensterpuppen als Fotomotiv auf dem Marktplatz: Das sieht man nicht alle Tage. | Foto: David Hagemann

Francis Brandt nennt sich selbst „Artistuteur“. In seinem Haus in Henri-Chapelle empfängt er gerne Gäste, um ihnen seine reiche Sammlung an Schaufensterpuppen zu zeigen. Er hat in den vergangenen Jahren um die 40 Modelle erstanden, die er mit Kleidung anzieht, die er aus zweiter Hand erhält.

Seit diesem Jahr, unabhängig vom Ausbruch des Coronavirus, entschied sich Brandt, der sein Hobby nach eigenen Aussagen „volltags“ ausübt, in die Öffentlichkeit zu gehen, um dort seine Mannequins zu präsentieren. Ihn zog es schon zu vielen Orten in der Wallonie. Der Bewunderer des belgischen Surrealismus (vor allem René Magritte und Paul Delvaux haben es ihm angetan) stellte die Puppen an Seen, auf Wiesen, an berühmten Plätzen und in vielen Städten auf. Am Mittwoch war Eupen an der Reihe.

„Die Resonanz ist sehr gut. Am Morgen war es noch etwas verhalten, doch jetzt kommen immer mehr Leute näher und schauen sich die Puppen genauer an“, erzählt Brandt am Mittwochnachmittag. Vor allem auf Kinder scheinen die kostümierten Mannequins eine anziehende Wirkung zu haben.

Doch was will uns der Künstler mit der Show sagen? „Ich will etwas Fantasie und Poesie in das Leben der Menschen bringen, die vor allem in diesen Zeiten leiden“, so Brandt. (mv)


Das Haus von Francis Brandt in Henri-Chapelle kann auf Termin besichtigt werden. Kontakt: lartistuteur@skynet.be. Wer mehr Bilder sehen will, der muss HIER lang.

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