Mehr als 100.000 Corona-Tote in den USA – Was sagt Dr. Meyer dazu?

Gestern hat die Zahl der nachweislich an Covid-19 verstorbenen Menschen in den USA die 100.000 Marke überschritten: 101.196 Tote seit Anfang März (Quelle: John Hopkins Universität). Damit starben innerhalb von drei Monaten mehr US-Bürger an Covid-19 als US-Soldaten in drei mörderischen Kriegen nach 1945 gefallen sind: Koreakrieg (36.914), Vietnamkrieg (60.000), Irak (4.486) = Total 97.811.

Selbst Präsident Trump stellt diese Zahl nicht in Frage. Dabei hatte er doch diese tödliche Krankheit noch Anfang März als „harmlos“ bezeichnet und dringend erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung abgelehnt.

Dr. Meyer ist seinerseits nicht müde geworden, die Schutzmaßnahmen unserer Regierung als unnötig, völlig übertrieben und freiheitsberaubend zu geißeln und zum Protest gegen sie aufzurufen, so u.a.:

GE 16.03. „(…) dann steht für mich die Frage nach der Notwendigkeit zivilen Ungehorsams im Raum!“

GE 19.03.: „denn meines Erachtens steht nichts weniger als unsere persönliche Freiheit auf dem Spiel! (…).“

GE 19.03.: „Die Corona-Erkrankung ist weniger gefährlich als die saisonale Grippe“.

Schon am 16.03. erklärte der Arzt Dr. Meyer formell: „Tatsache ist, dass Todesfälle durch die Coronagrippe nur bei Hochbetagten, bei Chronischkranken und bei immungeschwächten Menschen auftreten, und dass Kinder und Jugendliche sowie alle anderen vorher gesunde Erwachsene nicht betroffen sind.“

Die Fakten belegen etwas ganz anderes! Dr. Meyers Beweggründe bei seiner Pressekampagne sind keine medizinischen! Sein Ziel: das Vertrauen in die Regierung und Institutionen zu zersetzen, und das scheint leider auf fruchtbaren Boden zu fallen!

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Kommentare

  • Mich wundert sehr, dass dazu Todeszahlen aus den USA herangezogen werden. Die USA hat mit ca. 330 Millionen Einwohnern ca. 30 mal so viele Einwohner wie Belgien, mit etwa. 11 Millionen Einwohnern. Hätten die USA dieselbe Todesrate durch Corona, wie Belgien, wären inzwischen in den USA ca. 300.000 Menschen wegen Corona verstorben. Andersherum gerechnet wären bei denselben Todesraten wie in den USA, in Belgien nur knapp 3.500 Menschen verstorben und nicht etwa ca. 10.000 Menschen. Hier in Belgien müssen wir nicht nach Beispielen in anderen Ländern suchen, um zu erkennen, wie gefährlich Corona ist.
    Manfred Jantz

  • Herr Vomberg,
    Herr Schleck,

    Nur weil ich die Kontaktsperren und sonstigen Maßnahmen für übertrieben und nicht gerechtfertigt halte, heißt das nicht, dass ich COVID-19 verharmlose. Ich verharmlose genauso wenig den Lungenkrebs (jährlich weltweit etwa 1.8 Millionen Tote, davon alleine in Deutschland etwa 40.000).

    Und wenn Dr. Meyer behauptet, dass die Corona-Erkrankung weniger gefährlich sei, als die saisonale Grippe, geben ihm bis dato die Todeszahlen in Deutschland recht. Laut RKI starben im Winter 2017/18 über 20.000 Menschen an der Grippe. Des Weiteren grassierte in Belgien dieses Jahr eine zweite Grippewelle just zum Zeitpunkt der Corona-Pandemie, mit einem Spitzenwert von über 70.000 Erkrankungen in der 12. Kalenderwoche, siehe https://epistat.wiv-isp.be/influenza/.

    Ich frage mich, wie viele Grippetote in die Corona-Statistik "integriert" wurden.

    Und wie wir alle wissen, hat es weder für irgendeinen Krebs, noch für irgendeine saisonale Grippe zu unseren Lebzeiten derart massive Eingriffe in die Grundrechte gegeben, wie dieses Jahr wegen COVID-19.

  • ,, Hallo Herr Schmitz.. sie hatten am Anfang der Pademie, meine vermutung eines Krieges drastisch abgelehnt, wie steht es denn jetzt, nachden schon zisch Zehntausende gestorben sind und alleine in den USA mehr als im damaligen Vietnam Krieg...

  • Nun, Herr Schmitz, ein „voll funktionierendes Krankenhaus“ hat selbstverständlich in jedem einfachen Krankenzimmer am Kopfende der Betten Anschlüsse für Sauerstoffmasken. Normalerweise wird dafür Sauerstoff von außen geliefert.

    Für ein Lazarettschiff, das autonom operieren muss, ist ein Elektrolysegerät zur Erzeugung von Sauerstoff doch wohl normal. Daraus abzuleiten, das Schiff sei für die Behandlung von Corna-Patienten vorbereitet gewesen, ist unzutreffend. Das wird nirgendwo behauptet. Im Gegenteil.

    Vielleicht überzeugt das hier Sie: https://www.tagesspiegel.de/politik/lazarettschiff-vor-new-york-nimmt-nu...

    Dass die Medien, nicht nur die „öffentlich-rechtlichen, solche Ereignisse groß auf der Titelseite bringen, wen wundert’s? Hat Trump doch selbst diese PR-Show mit seiner Anwesenheit beim Auslaufen mitinszeniert. Beim Einlaufen in New York und später, wo war er da? In Florida in seinem Golfclub?
    Nachher ist die geringe Belegung dann keine „News“ mehr. So ist das leider bei jedem Thema.

    Fazit: Das hat nichts mit Dr. Meyers Verharmlosung des Virus zu tun, die Herr Paasch zu Recht angeprangert hat.

    Zu Frage 2: „Natürlich hat Joseph Meyer aufgrund seines Rechts auf freie Meinungsäußerung das Recht das Virus zu verharmlosen."
    Lesen Sie bitte meinen Satz nochmal. „Das Recht haben“ (auf freie Meinungsäußerung) ist nicht dasselbe wie „Recht haben“ (mit seiner Verharmlosung des Virus).

  • Bravo, Lorenz Paasch!

    Erbärmlich, Gerhard Schmitz!
    Die Übersterblichkeit durch Covid 19 ist in zahlreichen europäischen Ländern Fakt. Selbst in Irland, das von Covid weniger stark getroffen wurde.
    Das Krankenhausschiff der US-Marine hatte nicht die Aufgabe, Covid-Patienten aufzunehmen, sondern die Krankenhäuser durch die Aufnahme anderer Patienten zu entlasten.
    Ein wenig Mühe sollten sie sich bei ihrer "Argumentation" schon geben.

  • Hallo Herr Leonard,

    Die Behauptung, dass Irland von Covid nicht so stark betroffen sei, kann ich nicht nachvollziehen. Irland weist in etwa pro Kopf so viele (angebliche) Corona-Tote auf wie die Niederlande und USA (Quelle: https://ourworldindata.org/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=tru...).

  • Das mit dem Lazarettschiff ist aber ein Rohrkrepierer, Herr Schmitz, um mal im Kontext des Militärischen zu bleiben.
    Wie der Name schon sagt, ist es ein Schiff, dass für Kriegseinsätze konzipiert wurde, etwa wenn wie bei Militäreinsätzen GIs mit Schussverletzungen, Knochenbrüchen oder sonstigen Verwundungen in aller Eile versorgt werden müssen, bevor sie dann, sobald sich ihr Zustand stabilisiert hat, in andere Militärkrankenhäuser oder in die Heimat ausgeflogen werden., Auch bei Naturkatastrophen wie Erdbeben kam das Schiff schon zum Einsatz.

    "Für schwer verletzte und frisch operierte Patienten stehen 80 Intensivbetten und 20 weitere auf einer Aufwachstation zur Verfügung. Dazu kommen in fensterlosen Räumen 400 weitere Betten für die mittlere und leichte Pflege sowie 500 für die "eingeschränkte Pflege", letztere teilweise in Form von Etagenbetten.
    An Bord gibt es auch eine komplett eingerichtete Radiologie mit vier Röntgenapparaten und einem Computertomografen, ein Labor, eine Augen- und eine Zahnklinik, eine Kühlung für bis zu 5000 Blutkonserven."(SPON)
    Brauchen Corona-Patienten sowas? Etagenbetten? Radiologie?
    Es gibt 12 Op-Säle. Woran soll man Corona-Patienten operieren?

    Beatmungsgeräte und Isolierstationen mit dem nötigen Material hatte das Schiff nicht an Bord. Dafür war es nicht ausgelegt, und das war auch explizit gar nicht beabsichtigt.
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/corona-krise-hospitalschiff-...

    Das Ganze war eine martialische Show von Trump, die resolutes Handeln vortäuschen sollte. Er hat das Schiff persönlich mit militärischem Gruß beim Auslaufen verabschiedet.
    Gebracht hat das nicht viel, außer einer kleinen Entlastung der New Yorker Krankenäuser.

    Eine Frage stellt sich: Was hat das mit den Aussagen von Dr. Meyer zu tun?
    Dass er Recht hat, das Virus zu verharmlosen?

  • Hallo Herr Schleck,

    In dem von ihnen empfohlenen Artikel lese ich, dass die USNS "Comfort" ein „voll funktionierendes Großkrankenhaus“ ist, mit „zwei Elektrolyseapparaten die Sauerstoff für Beatmungspatienten produzieren können“.
    Zu Ihren Fragen, was zum Einen „das mit den Aussagen von Dr. Meyer zu tun hätte“ und zum anderen, „ob er das Recht hat, das Virus zu verharmlosen“, möchte ich folgendes antworten:
    Zur 1. Frage: Ich glaube auch, wie Joseph Meyer, dass insbesondere die öffentlich rechtlichen Medien tatsächlich hier und da einseitig dramatisieren. Die Geschichte dieses Schiffs ist dafür ein gutes Bespiel. ARD und ZDF haben es bestimmt 10x in den Hauptnachrichten eingeblendet, aber keine einziges Mal darüber informiert, dass dieses Schiff max. bis 18% belegt war, und dort kein einziger COVID-Patient behandelt wurde. Diese Auskunft hätte mit Sicherheit so manchen ängstlichen Fernsehzuschauer „überrascht“.
    Zur 2. Frage: Natürlich hat Joseph Meyer aufgrund seines Rechts auf freie Meinungsäußerung das Recht das Virus zu verharmlosen.

  • Hallo Lorenz,

    Woher nimmst Du die Gewissheit, dass die 100.000 US-Bürger "nachweislich an COVID-19" gestorben sind? Wurden die alle obduziert?
    Schau Dir mal z.B. Irland an. Dort wurden in der letzten Aprilwoche (KW18) die meisten Corona-Toten gezählt (Quelle: https://ourworldindata.org/grapher/daily-covid-deaths-per-million-7-day-...). Gleichzeitig wurde in Irland in dieser Zeit eine UNTERsterblichkeit beobachtet (Quelle: https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps/). Daraus ziehe ich als Laie den Schluss, dass viele Menschen (auch sterbende) positiv sind, aber nicht notgedrungen an diesem Virus sterben.
    Dann noch eine Bemerkung zu den USA, insbesondere New York. Du hast mit Sicherheit auch das Krankenhausschiff der US-Armee, die USNS "Comfort" auf dem Hudsonriver in New York einfahren gesehen. Das ist auch so ein Bild, das Panik verursachte. Die Wahrheit ist, dass auf diesem Schiff, das 1000 Patienten aufnehmen kann, genau 184 Patienten behandelt wurden, allerdings befand sich darunter kein einziger Corona-Patient (Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/krankenhausschiff-in-new-yor...).

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