„Die Covid-19-Krise stellt uns vor beispiellose Herausforderungen und betrifft unsere Gesellschaft in all ihren Facetten. Auch der Kultursektor, der sich aus Begegnungen und Kontakten zusammensetzt, bleibt nicht verschont. Ich halte es für wichtig, dass diesem reichen und dynamischen Sektor so weit wie möglich geholfen wird, diese Krise zu überwinden. Die interministerielle Kulturkonferenz ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich auf den besten Weg zur Bewältigung dieser Krise zu einigen, die den Kultursektor in seinem Innersten berührt“, wurde der flämische Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) in einer gemeinsamen Mitteilung zitiert. Er ist im Norden des Landes für Kultur zuständig und leitete die Sitzung.
Bei der Konferenz wurden die Maßnahmen thematisiert, die ergriffen wurden, um die Auswirkungen der Krise auf den Kultursektor abzuschwächen. Daran teil nahmen auch Vertreter der Föderalregierung, darunter Premierministerin Sophie Wilmès (MR). Arbeitsministerin Nathalie Muylle (CD&V) gab weitere Erläuterungen zur Erleichterung des Zugangs zur zeitweiligen Arbeitslosigkeit für Arbeitnehmer im Veranstaltungs- und Kunstsektor und zu den Änderungen bezüglich des Status von Künstlern. Besprochen wurde auch die Ausstiegsstrategie für Museen, Theater, oder kleine Festivals. Die Minister einigten sich auf einen Zeitplan und darauf, wie die Aktivitäten im Kultursektor sicher wieder aufgenommen werden können. Details dazu werden bei einem weiteren Treffen besprochen. Diese werden dann der GEES-Gruppe, die sich mit der Exit-Strategie befasst und dem Nationalen Sicherheitsrat vorgelegt. „Angesichts der Tatsache, dass die Auswirkungen auf den Kultursektor von langer Dauer sein werden, erscheint es mir wesentlich, dass die ergriffenen Maßnahmen kohärent und gut koordiniert sind“, erklärte DG-Kulturministerin Isabelle Weykmans. Darüber hinaus wurde beschlossen, auf einer der nächsten Sitzungen der Interministeriellen Konferenz in den kommenden Wochen sich gemeinsam mit anderen Erfordernissen zu befassen, wie zum Beispiel der Entwicklung eines echten Künstlerstatuts und der Identifizierung von Kulturakteuren, die heute von Fördermöglichkeiten nicht erfasst werden.
„Kultur ist im Wesentlichen etwas, das die Menschen teilen. Das ist also schwer vereinbar mit dem, was uns die Gesundheitssituation auferlegt. Die Kultur ist jedoch in unserer Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung und sollte daher Teil unserer Ausstiegsstrategie sein. Es war wichtig, dass sich die Gemeinschaften des Landes, die diese Befugnis haben, mit der Föderalebene zusammensetzen konnten, um gemeinsam den Kultursektor zu unterstützen. Wir haben bereits eine Reihe von Maßnahmen ergriffen und wollen sie verstärken. Wir müssen den Sektor auch bei der schrittweisen Wiederaufnahme seiner Aktivitäten anleiten“, wurde Premierministerin Sophie Wilmès zitiert. (red)

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