Rotes Kreuz prägt mit seiner Arbeit auch Ostbelgien

<p>Henry Dunant</p>
Henry Dunant | Foto: Photo News

„Ein einfaches rotes Kreuz auf weißem Grund steht weltweit für Schutz und Hoffnung in Zeiten der Not“, heißt es in einer Mitteilung des Roten Kreuzes. Dieses stehe ein für den Schutz der Schwachen und Hilfesuchenden. Dies gelte besonders in Zeiten der Corona-Pandemie, die besonders die Schwachen und Hilfesuchenden trifft. „Es ist das bekannteste und wohl eines der bemerkenswertesten Zeichen überhaupt.“

Am Anfang der Geschichte der Bewegung stand der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant, der im Jahr 1859 nach der Schlacht von Solferino die Verwundeten in der Region um das norditalienische Städtchen Castiglione sah und angesichts des Leides der Betroffenen mithalf, Wunden zu verbinden und Leiden zu linden, um „zu trösten und zu retten“. Immer wieder habe er seinen selbstlosen Einsatz mit den italienischen Worten: Tutti fratelli (dt.: „Wir sind doch alle Brüder“) begründet.

Der 8. Mai ist der Geburtstag von

Henry Dunant.

Der 8. Mai ist der Geburtstag von Henry Dunant. Ihm wurde 1901 der erste Friedensnobelpreis verliehen. Aus dem Zusammengehörigkeitsgefühl sei das Rote Kreuz entstanden, das beispielhaft für das stehe, was man humanitäre Hilfe nennt. Henry Dunant habe dem Elend die tätige Mitmenschlichkeit und christliche Nächstenliebe entgegengesetzt. Die Rotkreuzbewegung stehe somit nicht nur für die Kraft des Mitgefühls, sondern auch für die Macht des Einzelnen. Und diese Kraft habe sich von einem persönlichen Einsatz in Solferino, über Regierungsabkommen in ganz Europa und später in der gesamten Welt zu einer „universellen Kraft der Menschlichkeit“ entwickelt. Tätig werden, statt untätig zu verharren, die Dinge in die Hand nehmen, statt sie klaglos hinzunehmen: Das sei die Maxime des Belgischen Roten Kreuzes. Es sei für alle da. Vielen begegnet es bei Erste-Hilfe-Kursen, bei Notfällen, bei der Lebensmittelhilfe, beim Ausleihdienst von Krankenhilfsgeräten, bei der Kleiderhilfe oder auch bei den ehrenamtlichen Blutspenden.

Den großen Stellenwert zeige auch die große Zahl der Ehrenamtlichen der sechs Lokalsektionen. Mit dabei sind über 450 aktive Helfer und rund 3.500 Blutspender. Eine besondere Herausforderung sei gerade jetzt für das Rote Kreuz auch die Seite des Gemeinnützigen und des Ehrenamtes in eine Balance mit der des Wirtschaftlichen zu bringen. All das setze ein klares Leitbild voraus und Transparenz in der Funktionsweise.

Durch seine Grundsätze und Werte stehe das Rote Kreuz beispielhaft da für eine gelungene Kooperation nicht nur über die Landesgrenzen hinweg, sondern auch über die der verschiedenen religiösen, politischen und kulturellen Überzeugungen. „Die Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften innerhalb unserer Föderation genießen gleiche Rechte und Pflichten und sind in vielen Krisenregionen der Welt aufgrund ihrer anerkannten Neutralität, die einzige Organisation, die von allen Konfliktparteien anerkannt und respektiert wird“, heißt es in der Mitteilung. Humanitäre Hilfe bedeute, auf der Grundlage von Werten und Überzeugungen zu handeln. „Deshalb dürfen wir nicht die Augen verschließen vor den vielen Versuchen überall in der Welt, den Geltungsbereich der Menschenrechte einzuschränken.“ Menschenrechte, Menschenwürde und Menschenpflichten seien nicht verhandelbar: „Sie sind universell. Sie gelten überall für jede Frau, jedes Kind und jeden Mann. Und da sind wir wohl alle gefordert. Wir können mehr tun und wir können es nach dem Grundsatz der Menschlichkeit tun. Als Rotkreuzler gehen wir unsere Aufgaben und Herausforderungen mit viel Idealismus, mit Toleranz, ehrlichem Mitgefühl und einem offenen Auge für die Nöte der Menschen, ob nah oder fern an. Dann erst gelingt es uns, auch die jetzige Krise zu meistern und noch weiter auf dem Weg zu einer friedlicheren und gerechteren Welt voranzukommen.“ (red)

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