Norwegischer Millionär geht gegen U-Haft-Beschluss in Berufung

<p>Oslo 2019: Der Rechtsanwalt Svein Holden spricht auf einer Pressekonferenz über die neuesten Entwicklungen im Fall der entführten Anne-Elisabeth Falkevik Hagen.</p>
Oslo 2019: Der Rechtsanwalt Svein Holden spricht auf einer Pressekonferenz über die neuesten Entwicklungen im Fall der entführten Anne-Elisabeth Falkevik Hagen. | Foto: Terje Pedersen/NTB scanpix/dpa

Gegen den U-Haft-Entschluss des zuständigen Gerichts werde Berufung eingelegt, sagte Hagens Anwalt Svein Holden am Donnerstag verschiedenen norwegischen Medien, darunter die Zeitungen „Dagbladet“ und „Verdens Gang“.

Das Bezirksgericht Nedre Romerike in Lillestrøm bei Oslo hatte am Mittwoch entschieden, Hagen wegen des Risikos der Beweisvernichtung für vier Wochen in Untersuchungshaft zu nehmen, die ersten beiden Wochen davon in vollständiger Isolation. Damit folgte es einem Antrag der Polizei.

Hagens Ehefrau Anne-Elisabeth war vor eineinhalb Jahren spurlos aus dem Familienhaus in Lørenskog nahe Oslo verschwunden. Die Polizei ging zunächst von einer Entführung aus, änderte später aber ihre Haupthypothese dahingehend, dass die Entführung nur vorgetäuscht worden und Anne-Elisabeth Hagen wahrscheinlich getötet worden sei. Am Dienstag war ihr 70-jähriger Mann überraschend festgenommen worden. Er wies eine Schuld über seinen Anwalt von sich. Das Verschwinden der Frau gilt als einer der aufsehenerregendsten Kriminalfälle der jüngeren norwegischen Geschichte. (dpa)

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