Seit dem 15. April herrscht Gewissheit: Die Schulen bleiben noch mindestens bis zum 4. Mai geschlossen. Bis zum vergangenen Montag, mussten die Lehrpersonen deswegen neue Arbeitsaufträge für die Schüler vorbereiten. „Das war nicht nur aufgrund der Kürze der Zeit eine enorme Herausforderung. Obendrein ist die Art der Arbeit eine andere: Mit dem sogenannten Pre-Teaching hat schließlich kaum jemand nennenswerte Erfahrung“, erklärt Jerusalem. Ab jetzt sollen die Schüler zu Hause neue Inhalte und Kompetenzen erarbeiten. Diese knüpfen an bekanntes Wissen an und sollen nach der Wiederaufnahme des Unterrichts in den Schulen schneller erarbeitet werden als gewöhnlich. „Dafür konnten die Lehrpersonen aber nur in geringem Maße auf vorhandene Unterlagen zurückgreifen bzw. mussten diese mindestens ergänzen und anpassen“, so Jerusalem. „Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass diese Arbeitsaufträge an den schwächsten Schülern mit der schwierigsten privaten Situation ausgerichtet werden sollten. Der freiwillige Zusatzteil muss deshalb deutlich umfangreicher sein, als der Pflichtteil“, appelliert der Abgeordnete außerdem an die Lehrerschaft, die Chancengleichheit nicht aus dem Blick zu verlieren. Zusätzlich seien die Lehrpersonen seit Montag wieder für die Notbetreuung in den Schulstandorten zuständig. Außerdem begleiteten sie nun die Arbeit ihrer Schüler aus der Ferne. Diese Arbeit bleibe eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten. Bei den Kindern seien diejenigen mit einem besonderen Förderbedarf besonders betroffen. Für Familien ohne Computer und ohne Internet müsse eine Lösung gefunden werden. „Im Zweifel sollte das heißen, dass Kinder zumindest für eine gewisse Zeit in der Schule arbeiten können“, fordert Jerusalem. „Die Schulen müssen die Notbetreuung gewährleisten, es sind also stets Lehrpersonen am Schulstandort, oder zumindest auf Abruf bereit. Die praktische Umsetzung ist also nicht mit großen zusätzlichen Hürden verbunden“, so der PDG-Abgeordnete. Die Gefahr, dass zu viele Kinder in die Schulen strömen, müsse anhand klarer Kriterien vermieden werden.
Pascal Collubry erklärt dazu: „Es soll kein Betreuungsangebot für gestresste Familien sein. Deren Leistung kann zwar nicht genug gewürdigt werden, doch nur wer keinen Platz und nicht das nötige Material hat, soll in die Schule dürfen und dort dann nötigenfalls die Betreuung in Anspruch nehmen.“ Denn die Einhaltung der Schutzmaßnahmen sei nach wie vor oberste Priorität. arbeitet habe. „Ab sofort können sich die Leistungen der Heimarbeit auszahlen. Ist die Versetzung eines Kindes gefährdet, kann sich die Arbeit zu Hause positiv auf die Entscheidung des Klassenrates auswirken. Spätestens jetzt müssen wir Lösungen anbieten“, fordert Ingrid Rosenstein. Und wenn die Anzahl Schüler doch größer ist als erwartet? „Dann müssen wir als Gesellschaft umso mehr entschlossen für die nötige Unterstützung sorgen“, so Ecolo. (red)

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