Demnach wurden am Sonntag 168 neue Todesfälle gemeldet (nach 230 am Samstag und 290 am Freitag): 62 Patienten starben im Krankenhaus (bestätigte Fälle) und 103 in einem Alten- und Pflegeheim (3% bestätigte und 97% mutmaßliche Fälle). Insgesamt starben bislang in Belgien 5.828 Menschen an den Folgen von Covid-19: 47 % in einem Krankenhaus, 52 % in einem Altenheim.
Es gab 232 neue Krankenhauseinweisungen – nach 265 am Samstag und 303 am Freitag. Der insgesamt rückläufige Trend seit Anfang des Monats wird fortgesetzt. Gleichzeitig konnten 138 Patienten das Krankenhaus genesen verlassen. Insgesamt befinden sich derzeit 4.920 Corona-Patienten im Krankenhaus (plus 49).
Auf der Intensivstation liegen 1.071 Corona-Patienten, ein Rückgang um zehn. 760 von ihnen werden künstlich beatmet (minus 21).
Es wurden bei gut 8.100 Tests 1.487 Neuinfektionen registriert: 800 im klassischen Labor-Netzwerk, 687 bei Tests in Altenheimen. Insgesamt wurden in Belgien bis dato – bei 161.896 Tests – 39.983 Infektionen identifiziert.
Bei der Vorstellung der Zahlen zeigte der Mikrobiologe Emmanuel André eine Kurvengrafik der Krankenhauseinweisungen, die verdeutlichen soll, was passiert wäre, wenn am 14. März keine Beschränkungsmaßnahmen ergriffen worden wären bzw. am 16. April diese Maßnahmen aufgegeben worden wären. „In beiden Fällen hätten wir einen starken Anstieg der Krankenhausaufnahmen erlebt, mit einer Überbelastung unseres Gesundheitssystems zur Folge“, so der Experte. „Deshalb würden wir nicht zu früh loslassen. Um die Kurve so flach wie möglich zu halten, müssen wir die Viruszirkulation so klein wie möglich machen. Anschließend können wir bestimmte Maßnahmen mit mehr Garantie aufgeben. „Wir müssen die Kurve der Krankenhauseinweisungen so flach wie möglich halten und deshalb wachsam bleiben, und das können wir durch Tests, Isolierung, Erkennen von Kontakten und durch die Einhaltung der Regeln wie des Mindestabstands“, fügte der Virologe Steven Van Gucht hinzu. Benoît Ramacker, Sprecher des Krisenzentrums, warnte: „Die ermutigenden Zahlen sollten keinesfalls das Signal sein, um jetzt nachzulassen. Im Gegenteil, sie sollten eine Motivation zum Durchhalten sein. Die Kurve muss noch weiter nach unten gehen.“ (gz)

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