„Wir werden alles tun, was wir können, um diese Frist einzuhalten“, sagte er am Mittwochmorgen in einer Videobotschaft. Er hatte kurz nach dem Brand versprochen, das weltberühmte Wahrzeichen im Zentrum von Paris innerhalb von fünf Jahren wiederaufzubauen. In seiner Botschaft bezeichnete der Präsident die Kathedrale als „Symbol für die Widerstandsfähigkeit unseres Volkes“.
Notre-Dame war vor einem Jahr in Flammen aufgegangen, weite Teile der Kathedrale wurden schwer beschädigt, der Vierungsturm auf dem Dach stürzte ein. Das Feuer ist nach ersten Erkenntnissen wohl entweder durch einen Fehler im elektrischen System oder eine nicht ausgedrückte Zigarette ausgelöst worden. Auf der Baustelle kam es seitdem immer wieder zu Verzögerungen, seit der Coronavirus-Krise ist sie stillgelegt. Expertinnen und Experten hatten in der Vergangenheit einen vollständigen Wiederaufbau innerhalb von fünf Jahren angezweifelt, noch immer sind die Sicherungsarbeiten des sakralen Baus nicht abgeschlossen.
Macron betonte, dass die Arbeiten auf der Baustelle natürlich im Moment wegen der Gesundheitskrise auf Eis gelegt seien, aber sie würden so bald wie möglich wieder in Gang kommen. Die heutige Zeit verlange Tapferkeit und keine abwartende Haltung. „Es gab eine Zeit der Prüfung und der Emotionen, dann eine Zeit des Nachdenkens. Aber jetzt hat die Zeit für den Wiederaufbau begonnen.“ Er bedankte sich auch bei allen, die Notre-Dame gerettet haben und die Jahrhunderte alte Kathedrale nun wieder aufbauen. „Wir vergessen nichts. Weder die heroische Welle des Mutes, die die Kathedrale aus den Flammen rettete, noch die ungeheure Welle der Großzügigkeit, die in den folgenden Stunden und Tagen aufkam.“
Zum Jahrestag gibt es wegen des Coronavirus keine größeren Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Brand. Am Abend um 20 Uhr sollte die Glocke Emmanuel im Südturm der Kathedrale in Gedenken an das Feuer läuten. (dpa)

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