CSP fordert die Regierung zum Handeln auf

<p>Jolyn Huppertz</p>
Jolyn Huppertz | Foto: David Hagemann

Die CSP-Fraktion fordert Aufklärung und lebensrettende Maßnahmen durch den zuständigen Minister Antonios Antoniadis (SP): „Die an die CSP zugetragenen Informationen decken sich nicht mit den getätigten Aussagen der Regierung. Sollten sich diese Aussagen bewahrheiten, fordert die CSP, dass die Regierung lebensrettende Maßnahmen ergreift”, erklärt Jolyn Huppertz, gesundheitspolitische Sprecherin der CSP, laut einer Mitteilung. Sie betont die Wichtigkeit, dass die Bevölkerung korrekt informiert wird.

Am 1. April 2020 hatte Franziska Franzen, Präsidentin des Eupener ÖSHZ, in den Sozialen Medien einen Aufruf gestartet, um mehr Pflegepersonal für das Josefsheim in Eupen zu gewinnen. „Ebenfalls Anfang April berichteten innerbelgische Medien, dass es sich bei jedem dritten Corona-Toten um einen Bewohner eines Alten- und Pflegeheimes handeln solle“, so die CSP. Am Mittwoch hatte das Pflegepersonal eines Heimes in der Deutschsprachigen Gemeinschaft anonym in der Presse Alarm geschlagen, Wie sich herausstellte, handelte es sich um das Eupener Josephsheim. In einem anonym verfassten Offenen Brief berichtet das Pflegepersonal u.a. von mehr als 20 positiven Corona-Fällen. „Ferner wurden Bewohner seitens des Krankenhauses offenbar abgelehnt, die Sterberate steigt und Bewohner sowie Personal werden nicht auf den Virus getestet. Auch wird in dem Brief unterstrichen, dass das Personal nicht über einen ausreichenden Vorrat an Schutzkleidung verfügt“, kritisiert die CSP

Noch vergangenen Montag hatte die CSP-Abgeordnete Jolyn Huppertz den zuständigen Minister Antonios Antoniadis mit den Meldungen der wallonischen Presse konfrontiert und wollte wissen, wie viele Corona-Infizierte und Tote es in den Alten- und Pflegeheimen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft gibt. „Die Regierung bestätigte 11 Corona-Fälle im Eupener Josephsheim. Darüber hinaus teilte die Regierung mit, dass die Heime in der Deutschsprachigen Gemeinschaft über ausreichend Schutzkleidung verfügen”, so Huppertz. Mittlerweile hätten sogar studentische Hilfskräfte aus einem Eupener Pflegeheim die CSP-Fraktion kontaktiert und berichtet, dass sie aufgrund von Personalmangel, Arbeiten verrichten müssen, die sie eigentlich wegen fehlender Ausbildung nicht verrichten dürften.

»Es geht hier um Menschenleben. Wir haben in der aktuellen Situation der Regierung mit dem Krisendekret einen Vertrauensvorschuss gegeben und wir erwarten, dass diese die Tatsachen auf den Tisch legt und handelt. Wir fordern eine lückenlose und ungeschminkte Aufklärung für das Personal, die Bewohner und deren Familien“, unterstreicht Huppertz. (red/sc)

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