„Frag nicht, was dein Land für dich tun kann...“

<p>John F. Kennedy: enigmatische Figur der Golden Fifites und Sixties. Die ohne die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs so nicht stattgefunden hätten.</p>
John F. Kennedy: enigmatische Figur der Golden Fifites und Sixties. Die ohne die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs so nicht stattgefunden hätten. | Foto: Photo News

Geht es nach unseren Regierungen – und zwar ungeachtet der jeweiligen Systeme bzw. politischen Couleur – wird alles so weitergehen wie bisher: wenn auch mit Veränderungen, die man aber angesichts des Ausmaßes der Krise schon jetzt als reine Kosmetik bezeichnen kann. Die Billionen, die gerade aus dem Nichts geschöpft und in die Wirtschaft gepumpt werden, sind ohne jeden Zweifel ein klares Indiz dafür.

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Kommentare

  • "Genau das bekämpft auch Trump. Der eine wird vergöttert, der andere verteufelt; wir erleben tatsächlich seltsame Zeiten..."

    Wurde, Herr François, wurde. In der Tat wurde Kennedy nach seinem tragischen Ende als die westliche Lichtgestalt vergoldet und vergöttert. Keine größere Ortschaft, die nicht einen Boulevard, einen Platz, ein Gebäude oder sonst was nach ihm benannte.
    Die Literatur über ihn füllt ganze Bibliotheken, er und seine Familie waren ein gefundenes Fressen für die Regenbogenpresse.
    Mit der Zeit wurden die Hagiographien aber seltener, die kritischen Töne immer lauter.
    Inzwischen bleiben von dem Glanz und Glamour nur mehr ein paar verblichene Reste, sowohl was seine Politik als auch sein Privatleben betrifft.
    Die glücklich Familie, Jack mit Jacky und den Kindern im Weißen Haus, Blendaxlächeln, das Foto mit dem Patriarchen Joseph und Rose inmitten des Clans, alles Fassade.
    Na gut, er hat die Kubakrise gemanagt, aber das desaströse Abenteuer in der Schweinebucht gebilligt. In Vietnam hat er ein Engagement begonnen, dessen Ende wir kennen.

    Der Ausspruch hier stammt übrigen nicht von JFK selbst, sondern von seinem brillanten Berater und Ghostwriter, Ted Sorensen, der wahrscheinlich auch die zitierte Rede hier verfasst hat. Er war ebenfalls der Autor von Kennedys bekanntestem Werk "Zivilcourage", für das der angebliche Verfasser den Pulitzerpreis eingeheimst hat.

    Was Trump denn nun genau bekämpft und ob es an ihm etwas zu vergöttern gibt, ist nicht recht ersichtlich. Ach ja, im Moment zieht er "in den Krieg" gegen das Corona-Virus und verabschiedet medienwirksam ein Lazarettschiff der Marine, das in New York an die Front geschickt wird. Echt! Wohl das letzte Aufgebot? Dabei hat die Epidemie dort gerade erst begonnen. Die Pandemie hat er lange verharmlost, und jetzt gefällt er sich als "Kriegspräsident". Seltsame Zeiten, in der Tat...

  • Wer die Einleitung und die Fortsetzung der Rede von JFK gelesen hat, versteht, dass Trump das genaue Gegenteil von dem tut, das Kennedy angemahnt und eingefordert hat.
    Trump diskreditiert die freie Presse, fördert Geheimhaltung, fürchtet Untersuchungen seiner Regierung, ist allergisch gegen Kritik, schützt und fördert Angriffe ausländischer Mächte auf die Demokratie in seinem Land...

    Wer gerne an Verschwörungstheorien bastelt, handelt so wie D. François.
    Er zeigt nur einen kleinen, ihm nützlichen Ausschnitt und nicht das ganze Bild.

    Hier die vollständige Rede:
    https://www.gleichsatz.de/b-u-t/begin/kenneddy.html

  • JFK, im New Yorker Waldorf Astoria Hotel, 27. April 1961:
    "Wir stehen rund um die Welt einer monolithischen und ruchlosen Verschwörung gegenüber, die sich vor allem auf verdeckte Mittel stützt, um ihre Einflusssphäre auszudehnen – auf Infiltration anstatt Invasion; auf Unterwanderung anstatt Wahlen; auf Einschüchterung anstatt freier Wahl; auf nächtliche Guerillaangriffe anstatt auf Armeen bei Tag. Es ist ein System, das mit gewaltigen menschlichen und materiellen Ressourcen eine eng verbundene, komplexe und effiziente Maschinerie aufgebaut hat, die militärische, diplomatische, geheimdienstliche, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Operationen kombiniert. Ihre Pläne werden nicht veröffentlicht, sondern verborgen, ihre Fehlschläge werden begraben, nicht publiziert, Andersdenkende werden nicht gelobt, sondern zum Schweigen gebracht, keine Ausgabe wird infrage gestellt, kein Gerücht wird gedruckt, kein Geheimnis wird enthüllt. Sie dirigiert den »Kalten Krieg« mit einer, kurz gesagt, Kriegsdisziplin, die keine Demokratie jemals aufzubringen erhoffen oder wünschen könnte".
    Genau das bekämpft auch Trump. Der eine wird vergöttert, der andere verteufelt; wir erleben tatsächlich seltsame Zeiten...

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