Fahrten, die Gemeinderatsmitglieder mit ihrem Privatwagen zu Versammlungen und Terminen außerhalb des Raerener Gemeindegebietes unternehmen, sollen fortan mit einem „Kilometergeld“ abgedeckt werden. Die Opposition sieht jedoch keinen Handlungsbedarf und sperrt sich gegen eine neue Handhabung. „Nicht aus irgendeiner Form der Polemik, sondern weil solche weiten Strecken relativ selten sind. Und wenn, dann werden sie in der Regel in Fahrgemeinschaften zurückgelegt“, erklärte Jérôme Franssen (CSL). Ein weiterer Punkt der Argumentation seitens der Opposition: Die Anwesenheitsgelder für die Gemeinderats- und die Kommissionssitzungen seien als Gesamtentschädigung für den Aufwand als Kommunalpolitiker zu betrachten. „Und im Vergleich zu unseren Nachbarn sind wir als Gemeinde Raeren richtig gut dabei“, so Jérôme Franssen. 150 Euro brutto Sitzungsgeld für einen Gemeinderat und 75 Euro brutto für eine Kommission seien „deutlich mehr als in Nachbargemeinden gezahlt wird, die deutlich größer sind als wir“, machte der CSL-Sprecher deutlich. Seine Fraktion verwehrte dem Kilometergeld-Vorstoß der Mehrheit deshalb ihre Zustimmung.
CSL-Opposition: Sitzungsgelder sind in der Gemeinde Raeren deutlich höher als bei den Nachbarn.
Letztere ließ sich dennoch nicht von ihrem Standpunkt abbringen und boxte die neue Regelung im Alleingang durch. „Es steht jedem frei, ob er diese Zahlung in Anspruch nimmt oder nicht. Ich sehe sie dennoch als angebracht und vertretbar an“, betonte abschließend Bürgermeister Erwin Güsting (Mit uns). (mcfly)

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