Coronavirus: Antoniadis bemängelt zu wenig Atemschutzmasken für Ärzte

<p>Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP2.</p>
Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP2. | Foto: dpa

Bei dem Treffen wurde bestätigt, dass der zweite Corona-Fall in Belgien isoliert werden konnte. Die infizierte Person befindet sich in einem guten gesundheitlichen Zustand. Seitens der föderalen Gesundheitsministerin wurde mitgeteilt, dass die Situation zum jetzigen Zeitpunkt keinen Anlass zur Sorge bereitet. Gleichzeitig wurde aber unterstrichen, dass in nächster Zeit weitere Fälle folgen werden, obwohl Belgien bisher so gut wie gar nicht betroffen war.

DG-Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (SP) unterstrich dabei, dass die Kommunikation mit der Bevölkerung intensiviert werden müsse. Während man im Inland das Thema mit einem gewissen Abstand betrachte, führe die Tagesaktualität in Deutschland dazu, dass die ostbelgische Bevölkerung eher verunsichert sei. Die Deutschsprachige Gemeinschaft wird nun selbst die angestoßene Kommunikationsoffensive parallel zu den Bemühungen des Föderalstaates ausbauen.

Auch die Kommunikation zu den Ärzten müsste seiner Meinung nach verbessert werden. Der Minister bemängelte, dass die Ärzte über keine Atemschutzmasken vom geforderten Standard FFP2 verfügen. In den Apotheken sind diese Masken ausverkauft. Es wäre wichtig, dass die Hausärzte ein entsprechendes Kit vom Föderalstaat erhalten, um ihre Arbeit zu machen. Es gilt, diejenigen zu schützen, die die Gesundheitsversorgung garantieren. Die Ministerin bestätigte, dass es in ganz Belgien Lieferengpässe gebe und dass mehrere europäische Staaten einen gemeinsamen Auftrag vorbereiten. Lieferengpässe für Masken sind in mehreren Ländern vorhanden. Bereits seit dem Ausbruch des Coronavirus in China gab es Käufe von chinesischen Mitbürgern, die sich in den Apotheken große Mengen an Masken sicherten und zu ihrer Verwandtschaft nach China verschickten. (red)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment