„Wenn das der britische Wunsch ist, soll uns das Recht sein“, sagte sie. „Natürlich kann sich das Vereinigte Königreich mit weniger zufrieden geben. Aber ich persönlich glaube, dass wir sehr viel ehrgeiziger sein sollten.“
Von der Leyen wiederholte, dass die EU Großbritannien ein Freihandelsabkommen völlig ohne Zölle und Mengenbegrenzungen anbiete und damit mehr als jedem anderen Handelspartner in der Welt. Doch bekräftigte sie auch die Forderung nach fairen Wettbewerbsbedingungen.
Johnsons Ankündigungen seien dafür ein guter Ausgangspunkt, denn der britische Regierungschef habe sich unter anderem zu hohen Sozial- und Umweltstandards bekannt. Genau das wolle die EU auch. „Lassen Sie uns das formal vereinbaren, dann können wir einen dynamischen Aufwärts-Wettbewerb auslösen, von dem sowohl das Vereinigte Königreich als auch die Europäische Union profitieren.“
Großbritannien hatte die EU am 31. Januar um Mitternacht verlassen. Bis Ende des Jahres gilt eine Übergangsfrist, in der sich im Alltag zunächst kaum etwas ändert. In dieser Zeit soll ein Partnerschaftsabkommen vereinbart und ratifiziert werden. Gelingt dies nicht, drohen erhebliche Schwierigkeiten bei Handel, Reisen, Datenaustausch, Verbrechensbekämpfung und vielen anderen Themen. (dpa)

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