CSP-Präsident Pascal Arimont, der PDG-Fraktionsvorsitzende Colin Kraft sowie die beiden PDG-Abgeordneten Patricia Creutz und Jérôme Franssen seien „sowohl von der Kommunikation“ als auch „von der Aussage mehr als überrascht“ gewesen, da die Koalition sich stets für den Religionsunterricht und gegen einen Bürgerkunde ausgesprochen habe.
„In erster Linie reden wir von zwei unterschiedlichen Dingen“, so die vier CSP-Mandatsträger. „Der Religionsunterricht ist schon lange kein Katechismusunterricht, sondern, wie bereits die ostbelgischen Religionspädagogen, Prof. Guido Meyer und Marie Meyer, in ihrer Antwort auf die Ministerin betont haben, dient der Religionsunterricht heute dazu, die Schüler in aller Freiheit mit einem religiösen Standpunkt zu konfrontieren und ihn kritisch zu reflektieren.“ Religionsunterricht sei somit in erster Linie Bildungs- und Wertevermittlung. Dies sei auch in den Rahmenplänen verankert. „Der Religionsunterricht in den Primar- und Sekundarschulen ist ein Fundament für die Vermittlung christlicher Werte wie Toleranz, Barmherzigkeit, Miteinander Teilen, Respekt vor dem Menschen und Kenntnisse über unsere Feste wie Weihnachten oder Sankt Martin.“ Die CSP habe sich nicht nur immer für den interreligiösen Dialog ausgesprochen, sondern sehe in der freien Wahl der Religion und damit auch des Religionsunterrichts eine wichtige Säule der liberalen Demokratie, die nicht zu diskutieren sei. „Darüber hinaus haben die Schüler im Gemeinschaftsschulwesen auch die Möglichkeit, dem Ethik-Unterricht zu folgen, was eine demokratische Wahlmöglichkeit darstellt. Wir haben also ein gutes System. Warum sollte man das ändern?“, fragen die CSP-Mitglieder. Gleichmaßen setze man sich für einen separaten Bürgerkundeunterricht ein, der eine politische Grundausbildung sowie Kenntnisse über den Alltag des Erwachsenwerdens vorsehen soll. „Die CSP steht für einen separaten Bürgerkundeunterricht. Aber nicht auf Kosten des Religionsunterrichtes.“ (red)

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