Kaum Veränderung der Arbeitslosigkeit in der DG

<p>Blick auf das Arbeitsamt der DG</p>
Blick auf das Arbeitsamt der DG | Foto: David Hagemann

Insgesamt waren nach Angaben des Arbeitsamtes Ende Januar 1.190 Männer (+26 seit Dezember) und 1.104 Frauen (-16) als Arbeitsuchende ohne Beschäftigung eingetragen. Es bleibt also beim leichten saisonal bedingten Anstieg, der zum Jahresende begonnen hat. Die Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent ist in dieser Größenordnung sowohl bei den Männern (6,1%) als auch den Frauen (6,5%) zu melden. Der Unterschied zwischen Norden und Süden bleibt dahingegen sehr deutlich: Während in den Eifelgemeinden im Schnitt die Arbeitslosenquote bei 2,8% liegt, beträgt sie in den vier nördlichen Gemeinden 8,6%, wobei Eupen mit 10% den höchsten Wert aufweist. Auch in den anderen Landesteilen sind die Arbeitslosenzahlen im Januar leicht angestiegen, vor allem in Flandern (+2,8%). In der Wallonie ist nach dem stärkeren Anstieg im Dezember sogar wieder ein leichter Rückgang verzeichnen. Im Landesschnitt waren rund 1,1% mehr Arbeitslose gemeldet als im Dezember.

Insgesamt waren im Januar in Belgien rund 475.000 Vollarbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosenquote Belgiens beträgt 9,2%. In der Wallonie beläuft sie sich auf 12,9%, in Flandern auf 6,0%. Rund die Hälfte der Arbeitslosen in Ostbelgien werden zu den Langzeitarbeitslosen gezählt (seit mehr als einem Jahr arbeitslos). Selbst mit diesem hohen Anteil liegt die Deutschsprachige Gemeinschaft aber noch unter dem Landesschnitt von 54%. Nur in Flandern ist die Gruppe der Langzeitarbeitslosen mit 48,6% etwas kleiner als in Ostbelgien. Die Jugendarbeitslosigkeit ist in Ostbelgien deutlich niedriger als in den anderen Landesteilen. Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen beträgt hier 8,2%, im Vergleich zu 19% auf Landesebene. In der Wallonie beträgt sie 27%, und selbst in Flandern ist sie mit 14% höher als in Ostbelgien. Entsprechend ist auch der Anteil der Jugendlichen an der Gesamtarbeitslosigkeit in Ostbelgien mit knapp 13% niedriger als in Flandern oder der Wallonie (jeweils rund 19%).

Bei den älteren Arbeitsuchenden (über 50 Jahre) hingegen ist der Anteil in Ostbelgien mit 38% der höchste in Belgien. Im Landesschnitt macht diese Gruppe rund 28% der Arbeitslosen aus. Dies kann unter anderem auf die demografische Entwicklung in Ostbelgien zurückgeführt werden, die einen höheren Anteil älterer Personen aufweist als in den anderen Regionen. Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen Ostbelgiens im Vergleich zum Vorjahr, der im Dezember erstmals seit 2014 aufgetreten ist, hat sich auch im Januar 2020 fortgesetzt: Im Vergleich zum Januar 2019 sind 96 Personen mehr als Arbeitsuchende gemeldet, was einem Plus um 4,4% entspricht. In den anderen Region dahingegen liegt weiterhin ein Rückgang vor (-3,4% im Landesschnitt). Bleibt zu beobachten, ob dieser Anstieg saisonal bedingt ist oder ob sich hier eine strukturelle Entwicklung abzeichnet. Weitere Infos unter www.adg.be und www.ostbelgienstatistik.be. (red)

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