De Wolf: „Wollen die beste Saison aller Zeiten“

<p>In der 89. Spielminute parierte Ortwin De Wolf einen Foulelfmeter.</p>
In der 89. Spielminute parierte Ortwin De Wolf einen Foulelfmeter. | Fotos: David Hagemann

Selbst für die eigenen Fans galt die AS Eupen lange bzw. nach dem katastrophalen Saisonstart als Abstiegskandidat Nummer eins. Die Zeiten sind vorbei: Am 3. Februar sind die „Pandas“ den Play-off 1 näher als dem einzigen Abstiegsplatz. Die Jagd auf neue Ziele ist eröffnet: „Wir wollen die beste Saison der Vereinsgeschichte spielen“, so Torwart Ortwin De Wolf.

Der „Spieler des Spiels“ strahlte noch lange nach Abpfiff über das ganze Gesicht. Mit seinem gehaltenen Elfmeter (89. Minute) sicherte er Eupen nicht nur den zweiten Sieg in Serie, sondern beseitige auch die allerletzten Zweifel am Klassenerhalt. „Ein perfekter Abend für uns alle. Das waren drei ganz wichtige Punkte“, so De Wolf. Seine Mannschaft war gegen Cercle Brügge mit viel Offensivdrang in die Partie gestartet. Ciampichetti, der erneut den Vorzug gegenüber Bolingi und Bautista erhielt, sorgte für erste Torchancen: Der Argentinier scheiterte an Moser (2.), ehe er in der 8. Minute nach einem guten Angriff über Schouterden und Musona das Tor knapp verfehlte. Eupen gab zwar den Takt vor, die Gäste folgten aber. Wer Tabellenletzter ist, muss nicht zwingend schlecht spielen – Cercle Brügge ist der beste Beweis dafür.

Nach zwei Gelegenheiten der Gäste jubelten aber die AS-Spieler: Andreas Beck hatte einen von Milicevic abgefälschten Ball zum 1:0 im Tor untergebracht. „Das Tor freut mich natürlich. In den letzten Wochen haben wir genau solche Situationen im Training einstudiert. Glücklicherweise ist der Ball diesmal im Tor gelandet“, so der Rechtsverteidiger über seinen ersten Treffer im AS-Trikot. Mit der Führung im Rücken kontrollierte Eupen das Spiel und einen inzwischen ungefährlichen Gegner, ohne dabei aber mit dem zweiten Treffer für die Entscheidung zu sorgen.

Beck: „In der zweiten Halbzeit haben wir gelitten.“

Dass nur ein Tor zum Sieg reichte, musste vor allem nach der Pause bezweifelt werden. Eupen tat zu wenig und war weit von der guten Leistung in der ersten Halbzeit entfernt. „In der zweiten Halbzeit haben wir gelitten“, so Beck weiter. Cercle Brügge stand zwar mit dem Rücken zur Wand, hatte aber die besseren Chancen: In der 69. Minute knallte Hotic den Ball nach einem schlechten Abschlag von De Wolf an die Latte. Nur Sekunden später reagierte der AS-Torwart nach einem Schuss von Gory aus geringer Entfernung blitzschnell – nicht das letzte Mal, das De Wolf den Sieg festhielt. Eupen – der eingewechselte Embalo hätte nach wenigen Sekunden die Rote Karte sehen können – spielte mit dem Feuer, während sich die Gelegenheiten der Gäste häuften.

Der Ausgleich lag in der Luft, fiel aber nicht, was auch für das 2:0 galt. Eupen hatte kaum Torchancen, bis Bautista in der 82. Minute an Moser scheiterte. Weniger wegen der Temperaturen, sondern vielmehr wegen eines Pfiffs von Schiedsrichter Wesley Alen mussten die Eupener nochmal um den so wichtigen Heimsieg zittern: Nach einem Foulspiel von Ebrahimi erhielten die Gäste einen Elfmeter und die Riesenchance zum Ausgleich. Einer hatte aber keine Lust, die Punkte zu teilen und hielt den Strafstoß: Ortwin De Wolf, am Samstag der Held von Eupen.

HINTERGRUND - Beck jubelt schon 2012 mit Musona

Beck (478 Spiele/8 Tore) erzielte am Samstagabend das entscheidende 1:0 gegen Cercle Brügge – und durfte nach sieben Jahren wieder gemeinsam mit Angreifer Knowledge Musona jubeln. Im Trikot von Hoffenheim traf Beck im Jahr 2012 beim Spiel gegen Nürnberg. Passgeber damals war Musona, der nun gegen Cercle Brügge mit seinem schnellen Einwurf den Angriff zum 1:0 ermöglichte. (mn)

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Foto: dpa

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