Ostbelgische Landwirtschaftsverbände trafen Willy Borsus

<p>Ostbelgische Landwirtschaftsverbände trafen Willy Borsus</p>

Der Bauernbund, der Verband der Landwirte (Roger Croé) sowie Kerstin Haag vom Grünen Kreis waren anwesend. Von politischer Seite nahmen Christine Mauel und mit Marc Langohr ein Mitarbeiter des ostbelgischen Europaabgeordneten Pascal Arimont (CSP-EVP) am Treffen in lockerer Atmosphäre teil.

Ein Thema der Unterredung war, dass laut Marc Schröder die Landwirte Schwierigkeiten hätten, Dokumente in deutscher Sprache zu finden – vor allem auf der Webseite des Ministeriums. Borsus, der überdies bekannt gab, das Freihandelsabkommen Mercosur in der jetzigen Form nicht gutzuheißen, versprach, sich der Sache anzunehmen. Ein weiteres Hauptanliegen des Bauernbundes sind die Einkünfte aus der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU. Die DG erhalte aus historischen Gründen die niedrigsten Erträge. Der Wunsch von Schröder wäre es, die Unterschiede zu den anderen Agrargebieten der Wallonie mit denen der DG anzunähern, ohne jedoch einen Einheitstarif anzuwenden.

Kerstin Haag vom Grünen Kreis sprach indes die Problematik der Investitionsbeihilfen an. Wenn ein Junglandwirt öffentliche Beihilfen erhalten möchte, müsse er beweisen, dass sich der Gewinn aus seiner Erschließung innerhalb drei aufeinanderfolgender Jahre verbessere. Dies sei aber nicht immer möglich. Manche Landwirte hätten nicht die finanziellen Mittel, um sich zu vergrößern. Andere möchten ein erreichtes Pensum beibehalten, ohne sich zu vergrößern, da die aktuelle Situation für sie rentabel ist. Auch hier versprach Borsus, aktiv zu werden. Christine Mauel war mit dem Treffen sehr zufrieden: „Wir müssen uns mit der Landwirtschaft von morgen beschäftigen. Die Antworten des Ministers auf die berechtigten Fragen der Verbände haben jeden Vertreter zufrieden gestimmt.“

Darüber hat der Verband der deutschsprachigen Landwirte (VDL-Bauernbund) in einer Mitteilung erklärt, ebenso bereits ein erstes Treffen mit Mitarbeitern der neuen wallonischen Umweltministerin Céline Tellier (Ecolo) gehabt zu haben, das dem gegenseitigen Kennenlernen dienen sollte. Dabei wurde unter anderem die Rolle erörtert, die die Regionalpolitik von der Landwirtschaft in Sachen Klima- und Umweltschutz sowie Verbesserung der Artenvielfalt erwartet. Die Vertreter des Bauernbundes, die von der Ecolo-Regionalabgeordneten Anne Kelleter begleitet wurden, wiesen dabei auf die positiven Besonderheiten der „grünen“ ostbelgischen Landwirtschaft hin: Dauergrünland, bodengebundene Rindviehhaltung, geringes Intensitätsniveau, hoher Anteil Biobetriebe und naturnahe Flächen (Natura 2000, biologisch wertvolles Grünland, …). (red/mv)

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