Sex-Dienstleister bei Senioren und Personen mit Beeinträchtigung immer gefragter

<p>Für viele Personen mit einer Beeinträchtigung sind Prostituierte der einzige Weg zum Sex.</p>
Für viele Personen mit einer Beeinträchtigung sind Prostituierte der einzige Weg zum Sex. | Illustrationsfoto: dpa

Sie berief sich dabei auf Zahlen des flämischen Beratungs- und Informationszentrums Aditi, an das sich die betroffenen Menschen mit Fragen zu Sexualität und Intimität wenden können. So stieg im vergangenen Jahr die Zahl der Anfragen um 20 Prozent auf 724.

„Auch im Seniorenbereich stellen wir fest, dass für eine neue Generation das Thema Intimität wichtiger ist oder wird“, so Steven De Weirdt von Aditi. Die Anfragen kommen von älteren Menschen und den Menschen mit Beeinträchtigung selbst, aber auch sehr oft von den Menschen in ihrem Umfeld oder von Pflegeheimen.

Aditi prüft die Anfragen, plant ein Gespräch und schätzt ein, ob sexuelle Dienstleistungen einen Mehrwert bringen würden. „Wenn das der Fall ist, kontaktieren wir einen Dienstleister, der dann einen Termin vereinbart. Wir weisen diese Person auch gründlich ein“, so De Weirdt, der bemerkt, dass Sex und Intimität bei Personen mit einer Beeinträchtigung allmählich enttabuisiert wird. In der Altenpflege sei dabei das Gegenteil der Fall. (mv/vrt)

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Kommentare

  • Sehr geehrter Herr Dr. François (Im Gegensatz zu Ihnen wahre ich die Umgangsformen, was die Anrede betrifft)!

    Wie schon früher gesagt, werde ich auch weiterhin Ihre Kommentare kommentieren, wann und wie ich es für angebracht erachte. Meinungsfreiheit gilt für alle, nicht nur für Sie.

    Im Übrigen sind Sie der Richtige, um anderen Mangel an Ethik oder Moral vorzuwerfen.
    Ich erinnere nur an Ihre unsäglichen Kommentare hier auf GE.net zum Urteil des UN-Menschenrechtsrates ("Unfassbar") und zum „Pamphlet“ (HLN) von "de nieuwe Karel Martel" Filip Dewinter "732 - De-isalamiseer Europa" ("Schluß mit Islamisierung, Schluß mit Afrikanisierung. Und natürlich massenhafte Remigration."). In beiden Fällen hat man nach mehreren Reaktionen – nicht nur von mir - nichts mehr von Ihnen gehört.

    Ihre Gesinnung haben Sie eigentlich schon überdeutlich in dem Interview geäußert, das Sie am 24.03.2007 mit dem GE geführt haben:
    „Demokratie, Gleichheit/Gleiches Recht für alle – da ist alles sehr unnatürlich. So ist es einfach nicht in der Natur! […] Aus diesem Grunde habe ich enorm viel Respekt vor vielen Völkern und Nationen, zum Beispiel im Nahen Osten, die nichts von unserer Konsum-Demokratie wissen wollen und sich lieber von einem Herrscher streng leiten lassen.[…] Hätten wir immer die »natürliche Grausamkeit« respektiert und uns ihr gefügt, uns also niemals angemaßt, uns über den Rest der Natur zu erheben, wären wir nicht mit den Problemen konfrontiert, die wir hier besprechen.“

    Ungleichheit der Menschen (der „Rassen“), „streng leitender Herrscher = „Führer befiehl, wir folgen dir!“, „natürliche Grausamkeit“ = das Recht des Stärkeren, Probleme = Ausländer, besonders aus Nord- und Schwarzafrika und „Umvolkung“? Ist das nicht Nazi-Vokabular?

    Dass Sie wieder einmal auf Sachkritik und konkrete Fragen statt mit Argumenten nur mit persönlichen Pöbeleien antworten, ist man ja seit Langem von Ihnen gewohnt. Das fällt aber auf Sie selbst zurück. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

  • Sie lanweilen mich, Herr Zaungast. Haben Sie nichts anderes zu tun als jeden Kommentar von mir zu kommentieren? Ist es Ihre Lebensaufgabe geworden? Ist Ihnen das nicht peinlich?
    Der Spiegel, den Sie immer wieder erwähnen, ist ein Käseblatt; ich halten Ihnen meinen Spiegel vor: Sie können nie eine eigene Meinung formulieren - wohl aber ein Theater aus einem Rechtschreibfehler. Das hat 2 Gründe: Sie wissen nichts aus erster Hand; sie verstecken sich immer über die politisch korrekte "Meininug" (Ideologie, her) des Mainstreams, damit Sie bloß keine moralische, bzw. ethische Verantwortung übernehmen brauchen.
    Es ist einfach nur armselig.

  • Zwischen jemanden anschauen und im Bett Geschlechtsverkehr haben gibt es sehr viele Unterstufen , die auch schon gerne angenommen werden :
    - anlächeln
    - in die Augen schauen
    - zuhören
    - eine wärmende Hand geben/halten
    - eine zärtliche Berührung
    - eine Umarmung ( ab 30 sek fängt erst eine wärmendes Gefühl ein )
    ( Umarmen sie mal Ihre Lieben 1 Minuten und spüren )
    - eine Massage ( angezogen )
    - eine Massage Haut auf Haut
    usw
    Ebenfalls kann jeder sich selbst berühren .
    Durch tägliches regelmäßiges tiefes Einatmen und
    langsam Ausatmen von 5 min
    hilft jeder sich selber auch ein körperlich Wohlgefühl zu erreichen !
    (Machen Sie das jetzt und hier , um zu spüren )
    Wie Können wir Im Altenheim , dies weitergeben ,
    neben der guten täglichen Arbeit des Personals ?
    ( Es gib ja auch Kuschelgruppen und cälinotherapie , um es wieder zu entdecken )

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/sexualitaet-im-alter-lust-ohne-ende...

  • Was hat das mit Zuhälterei zu tun?

    Schon vor zehn Jahren berichtete der SPIEGEL darüber:
    https://www.spiegel.de/spiegelwissen/a-680226.html
    Nun haben also auch De Zondag und das GE das Thema für sich entdeckt.
    Und der Herr François kann sich wieder einmal so herrlich erregen.

    Neusprech?
    "Neusprech heißt die sprachpolitisch umgestaltete Sprache in George Orwells dystopischem Roman 1984. Durch Sprachplanung sollen sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten beschränkt und damit die Freiheit des Denkens aufgehoben werden."
    Wo wird hier Ihre Freiheit des Denkens eingeschränkt, Herr François?
    Es bleibt Ihnen doch unbenommen, später im Altersheim zwischen Sessel und Rollator auf die Dienste einer Sexdienstleisterin oder - leisters - oder wie auch immer sie die bezeichnen würden - zu verzichten. Alles klar?

  • Wissen Sie wie es ist, als hochbetagter Mann oder hochbetagte Frau, als Mensch mit einer geistigen oder körperlichen Beeinträchtigung auf körperliche Nähe, Zärtlichkeit und Intimität zu verzichten?
    Wissen Sie wie es ist, eines der wichtigsten Grundbedürfnisse aufgeben zu müssen oder nicht erleben darf, weil man/frau in einem Seniorenheim oder einer anderen Einrichtung lebt oder in den Augen anderer anders ist?
    Es geht meines Erachtens nur um eins: Um die Erfüllung der Sehnsucht nach Liebe, die wir alle haben. Bei diesen Menschen bleibt das Berühren, die intime Zweisamkeit, eigentlich die gesamte Bandbreite des körperlichen Ausdrucks der Liebe auf der Strecke, weil sie keine Gelegenheit dazu bekommen.
    Aditi ist eine Vereinigung, die seit Jahren dafür sorgt, dass ein gesicherter Rahmen geschaffen wird, um die Bedürfnisse derjenigen zu befriedigen, die keine Möglichkeit mehr dazu haben. Was in diesem Rahmen zwischen dem Dienstleister und dem Nutznießer geschieht, geht nur diese beiden Parteien etwas an und ist alles andere als verwerflich. Im Gegenteil ist dies ist eine Frage des Verständnisses und des Respekts für eine Form der Intimität, die es nicht gibt oder verloren gegangen ist und hat nichts -aber nun gar nichts- mit Zuhälterei oder Prostitution zu tun.

  • "Sex-Dienstleister". Dieser Neusprech... 2020, alles klar!

  • Zu·häl·te·rei
    /Zuhältereí/
    Substantiv, feminin [die]
    Rechtssprache
    Ausbeutung von Prostituierten oder Strichjungen meist durch eine männliche Person, die ihre Vermittlung und ihren Schutz gegen eine Teilhabe an ihren Einkünften übernimmt

  • Zu·häl·te·rei

    /Zuhältereí/
    Substantiv, feminin [die]
    Rechtssprache
    Ausbeutung von Prostituierten oder Strichjungen meist durch eine männliche Person, die ihre Vermittlung und ihren Schutz gegen eine Teilhabe an ihren Einkünften übernimmt

  • Christlich betrachtet bleibt Zuhälterei unmoralisch.

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