Bereits seit einiger Zeit gibt es Rechtsvorschriften, die eine Online-Registrierung zur Organspende ermöglichen, aber die Umsetzung kommt nur langsam voran. Derzeit wird eine Datenbank erstellt, in der lokale Behörden und Allgemeinmediziner Organspenden genehmigen oder ablehnen können.
Außerdem wird eine App entwickelt, die es den Bürgern ermöglichen soll, sich online zu registrieren. Gesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD) hofft, diese bis „Mitte 2020“ zum Laufen zu bringen. Sie sagte in der VRT, es werde dadurch einfacher, zu wissen, was der mögliche Spender wollte, weil die Datenbank direkt konsultiert werden könne.
Das belgische Gesetz sieht zwar sowieso vor, dass jeder nach seinem Tod als Organspender in Frage kommt – es sei denn, er hat sich vorher klar dagegen ausgesprochen –, aber die Umsetzung scheint nicht immer so einfach zu sein: Steven Matheï, Abgeordneter bei CD&V, weist darauf hin, dass jedes Jahr viele Organe nicht entnommen werden können, weil die Verstorbenen ihren ausdrücklichen Wunsch, Spender zu sein oder nicht, nicht geäußert haben.
Um jeden Zweifel zu vermeiden, ist es seit 2006 möglich, sich bei der Gemeinde als Organspender zu registrieren. Rund 380.000 Belgier sind schon als Organspender angemeldet.
Die neue App soll den Prozess noch weiter beschleunigen. (belga/vrt)

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