Kelmis feiert 100-jährige Zugehörigkeit zu Belgien

<p>Bürgermeister Luc Frank stellte stolz fest: „Was Europa im Großen noch lernen müsse, sei an der Göhl schon längst Realität.“</p>
Bürgermeister Luc Frank stellte stolz fest: „Was Europa im Großen noch lernen müsse, sei an der Göhl schon längst Realität.“

Wenn es ein Resultat des Festaktes anlässlich 100 Jahre Zugehörigkeit zu Belgien gibt, dann das: Die Kelmiser sind zufrieden mit dem, wie es im vergangenen Jahrhundert gelaufen ist. Mit stehendem Applaus bedankten sich die Menschen bei Bürgermeister Luc Frank (CSP) für seine Ansprache. „Wo anders als in Kelmis wechseln wir so schnell die Sprachen?“, fragte ein stolzes Gemeindeoberhaupt in die Runde. Was Europa im Großen noch lernen müsse, sei an der Göhl längst Realität, jubelte er. Dennoch seien die Kelmiser umgänglich und bescheiden geblieben. In jedem Fall bekenne man sich zu Belgien und zum Königshaus und sei stolz „die ersten Belgier im Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu sein“. Denn am 10. Januar 1920 wurde Neutral-Moresnet komplett in den Kanton Aubel integriert, während die ehemals preußischen Gebiete noch bis 1925 im Zwischenstatus unter General Herman Baltia verharrten. Die Kelmiser haben es auch vor allem verstanden, den Abend alles andere als dröge verlaufen zu lassen.

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Kommentare

  • 100 jährige Zugehörigkeit zu Belgien zu feiern und trotzdem nur einen Katzensprung von Aachen entfernt zu sein, erzählt von zwei Lebensqualitäten der Gemeinde Kelmis. Belgien ist nah im Inneren. Durch ein sehr gutes und günstiges Nahverkehrsnetz ist das Land ein Paradies der Vielfalt. Auch politisch spannend und immer voller neuer Experimente. Der feste Rahmen des Königreichs erlaubt sogar eine eigenständige DG. Die eigene Sprache bewahren zu können, ist ein Vorteil und Französisch und Flämisch sind so noch zwei Geschenke. Das etwas gut gehen kann, dafür steht die belgische Toleranz.

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