Über 180 Festnahmen und in Brand gesteckte Fahrzeuge in Brüssel

<p>60.000 Menschen feierten untweit des Atomiums.</p>
60.000 Menschen feierten untweit des Atomiums. | Foto: belga

Dies alles verkündete der Sprecher der Polizeizone Brüssel-Ixelles, Olivier Slosse, am frühen Mittwochmorgen. Seine Zone hatte die Einsätze am Silvesterabend koordiniert. Zum ersten Mal zogen damit alle sechs Polizeizonen in der Region Brüssel-Hauptstadt an einem Strang.

Olivier Slosse glaubt, dass die Koordination gut funktioniert hat: „Die Feuerwehr konnte sicher arbeiten. Die Polizei griff schnell an ganz unterschiedlichen Stellen ein. Wir sind der Meinung, dass es uns gelungen ist, eine Eskalation der Situation in dem Maße wie im letzten Jahr zu verhindern.“ Damals kam es zu Ausschreitungen, vor allem in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek.

Neben dem Mann, der gegen 2 Uhr morgens in Molenbeek erstochen wurde, berichtete der Brüsseler Verkehrsanbieter Stib von einer Reihe von Vorfällen. So warfen Unbekannte kurz nach Mitternacht Steine gegen eine Straßenbahn, sodass alle Fenster zerbrachen. Darüber hinaus wurden unter anderem zwei U-Bahnzüge mit Graffitis besprüht und ein Busunterstand beschädigt.

Bei 75 brennenden Mülltonnen und neun Wohnungsbränden kam die Feuerwehr zum Einsatz. Sie zählten zudem 16 beschädigte Fahrzeuge, darunter auch Fahrzeuge, die sich in der Nähe der brennenden Autos befanden. In der Avenue Sleeckx in Schaerbeek stürzte gegen 2 Uhr ein Balkon ein, während die Menschen darauf saßen. Insgesamt wurden fünf Personen leicht verletzt.

Außerdem gab es 165 Einsätze für medizinische Nothilfe, davon 50 zu Hause und 115 in der Öffentlichkeit.

Unterdessen feierten am Brüsseler Atomium rund 60.000 Menschen (ein neuer Rekord) eine größtenteils friedliche Silvesterparty – samt großem Feuerwerk. (belga)

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