Antoniadis und Huppertz gehen auf Vivias-Aussagen ein

In einer Stellungnahme begrüßt Minister Antonios Antoniadis (SP) die Reaktion der Interkommunalen Vivias (GE vom 19. Dezember) betreffend der Wartelisten in den Wohn- und Pflegezentren in den Eifelgemeinden.

Fälschlicherweise sei zuvor der Eindruck entstanden, Vivias würde Hunderte von Menschen in der Eifel zählen, die sofort in eins der beiden Wohn- und Pflegezentren einziehen wollen.

„Dem ist zum Glück nicht so, aber dennoch gibt es gerade in der Eifel einen Bedarf an weiteren Pflegeplätzen“, weiß Antoniadis, der auch die Aussage von Vivias geraderücken wollte, dass die Regierung keinen weiteren Bedarf an Plätzen sehe. „Genau das Gegenteil ist der Fall“, so der Minister. Dennoch glaubt Antoniadis, dass der Ausbau der Plätze nicht ausreichend Antworten auf den Bedarf der Menschen gibt: „In der Eifel könnte Vivias durch die Einrichtung von betreuten Wohnungen und anderen Wohnformen die Angebotspalette im Sinne der Senioren erweitern, die eine Alternative zum klassischen Heimplatz bevorzugen würden.“

Zuvor hatte die CSP kritisiert, dass die „immer wieder durch die Parlamentarierin Jolyn Huppertz vorgebrachte These,
dass es in Ostbelgien zu wenig Alten- und Pflegewohnheimplätze gibt, durch Vivias in aller Deutlichkeit bestätigt wurde“.

Die DG-Regierungspolitik schaffe es nicht, die Erwartungen hinsichtlich der Seniorenunterbringung zu erfüllen. „Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die schon fast verzweifelt nach einem Platz für sich selbst oder einen Angehörigen suchen. Dennoch versucht Minister Antoniadis dem Parlament und der Öffentlichkeit weis zu machen, dass es eine solche Warteliste nicht gäbe“, so Huppertz in einer Pressemitteilung.

Im Parlament wehrte sich Antoniadis zeitweise „in arroganten Stellungnahmen“, so die CSP, dass alles in Ordnung sei, Huppertz sich irre und dass er sogar bereit sei, ihr „seine Antwort vorzutanzen“.

Tatsache sei, so Huppertz, dass viele Betroffene nicht mehr in den Listen der Suchenden aufgeführt werden, weil neue Regeln geschaffen worden sind. „Die Senioren sollen so lange wie möglich zu Hause bleiben. Fakt ist aber, dass es Menschen gibt, die um 19 Uhr ins Bett gebracht werden, weil sich danach kein Dienst und kein Angehöriger mehr um sie kümmert“, verdeutlicht Huppertz. (red)

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