Trotz der bereits erzielten Fortschritte werde die betriebene Strategie der Telekomoperatoren, bestehende Kupferleitungen in ländlichen Gebieten lediglich zu verbessern, nicht ausreichen. „Auch wenn in manchen Ortskernen bereits leistungsfähige Glasfaser verlegt wurde, bestehen die Leitungen, die bis in die weiteren Ortsteile oder gar in die Gebäude reichen, weiterhin aus Kupfer", erklärt die für Digitalisierung zuständige Ministerin Isabelle Weykmans (PFF) laut einer Mitteilung. Bei der jetzigen kupferbasierten Technologie sei die Leistung stark begrenzt, und die Leitungsstärke breche bereits nach einigen hundert Metern Entfernung vom Verteilerkasten rapide ab. „Das heißt, wenn das Glasfaser nicht direkt bis zu ihnen nach Hause oder ins Unternehmen reicht, bringt ihnen die leitungsstarke Glasfaser im Ortskern kaum eine Verbesserung.“
Damit Ostbelgien von digitalen Technologien profitieren könne, sei ein ständiger und leistungsfähiger Internetzugang Voraussetzung. Um die langfristige finanzielle Planung gestalten zu können, sei die Zielsetzung der DG in einem ersten Schritt, eine Studie zur Kostenberechnung eines flächendeckenden Glasfaserausbaus erstellen zu lassen. Daraus resultierend soll ein Investitionsplan erarbeitet werden. Die entsprechende Analyse beinhalte Vorschläge zur effizientesten Vorgehensweise eines zukünftigen Ausbaus des Glasfasernetzes, ausgehend von den bekannten Netzinfrastrukturen in den einzelnen Gemeinden. Eine Aufteilung des Investitionsbedarfs nach kurz- mittel- sowie langfristigen Bedarfen für die Bevölkerung der DG gehöre ebenfalls zum Auftrag, hieß es. Hierbei seien vor allem die Versorgung von Betrieben, die nicht in einer Industriezone liegen, Schulen sowie Wohngebiete zu berücksichtigen. Die Ergebnisse dieser Studie sollen in einem Abschlussbericht zusammengefasst und nach Abschluss des Projektes in Ostbelgien im Frühjahr 2020 präsentiert werden, kündigte die DG-Regierung an. (red)

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