Manchmal aber doch: Die SP-Abgeordnete Céline Kever, die erst bei den letzten Wahlen vom 26. Mai ins Parlament gewählt worden war, durchbrach mit einem sehr persönlichen Redebeitrag am Dienstagabend bei der PDG-Haushaltsdebatte dieses traditionelle Verfahren: „In den letzten Monaten bin ich des Öfteren wahrlich an die Grenzen meines Verständnisses gestoßen. Nämlich genau dann, wenn Diskussionen ins Destruktive abrutschen, wenn aus Prinzip aufeinander herumgehackt wird, weil man eben nicht die gleiche Meinung vertritt, oder nicht der gleichen Partei angehört“, gab sie am Rednerpult einen Einblick in ihr Innenleben. Dabei seien gerade verschiedene Auffassungen eine Bereicherung. „Richtiggehend schockiert“ sei sie darüber, dass der Regierung ernsthaft unterstellt werde, dass diese „wider besseren Wissens“ und auch „ohne jedwedes schlechte Gewissen“ gegen das Interesse Ostbelgiens entscheide. Ihr sei es ein „Herzensanliegen“, einen Appell an „unsere aller Werte, unser Menschsein und unsere Intelligenz“ zu richten, sich für das gemeinsame Ziel einzusetzen. (sc)

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