Damit setzt sich der Rückgang der Arbeitslosenzahlen nach den Ferienmonaten fort. Im Vergleich zum Höchststand im August sind 415 (oder 16%) weniger Arbeitsuchende gemeldet. Auch in den anderen Landesteilen sind die Arbeitslosenzahlen im November rückläufig, wenn auch nicht so stark wie in Ostbelgien: Im Landesschnitt waren rund 2,6% weniger Arbeitslose (-12.500 Personen) gemeldet als im Oktober. Auch im Vergleich zum August ist der Rückgang landesweit nicht so stark wie in Ostbelgien: In Flandern sind rund 9,5% weniger Arbeitsuchende gemeldet, in Wallonien 7% weniger. Dies liegt aber hauptsächlich daran, dass der Anstieg in den beiden Ferienmonaten in Ostbelgien viel größer war als in den anderen Landesteilen. Während in Ostbelgien im Juli und August ein Anstieg um über 21% vorlag, belief sich dieser im Rest des Landes auf durchschnittlich +10%. Insgesamt waren im November in Belgien rund 464.000 Vollarbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosenquote Belgiens beträgt 9,1%. In Wallonien beläuft sie sich auf 12,8%, in Flandern auf 5,9%. Erwartungsgemäß ist der Rückgang sowohl in absoluten Zahlen wie prozentual vornehmlich bei den unter 25-Jährigen zu verzeichnen, d.h. Jugendlichen, die entweder eine Stelle gefunden oder ein Studium aufgenommen haben.
Der Anteil dieser Gruppe sinkt von 19% im August auf 13,7% im November. Der Anteil der Jugendlichen an der Gesamtarbeitslosigkeit in Ostbelgien liegt deutlich unter den anderen Landesteilen: in Flandern umfasst diese Gruppe 20%, in Wallonien 19% der Arbeitslosen. Nur in Brüssel mit seiner speziellen Arbeitslosenstruktur ist die Gruppe mit 10,5% kleiner als in Ostbelgien. Im Gegensatz dazu ist der Anteil der über 50-Jährigen in Ostbelgien der höchste in Belgien: fast 39% der Arbeitsuchenden gehören dieser Gruppe an. Im Rest Belgiens beträgt dieser Anteil 28% (Wallonien: 26%, Flandern: 31%). Rund die Hälfte (51%) der Arbeitslosen in Ostbelgien werden zu den Langzeitarbeitslosen gezählt (seit mehr als ein Jahr lang arbeitslos). Selbst mit diesem hohen Anteil liegt die DG aber noch unter dem Landesschnitt von 54%, teilte das Arbeitsamt mit. Nur in Flandern ist diese Gruppe mit rund 49% etwas kleiner als in Ostbelgien. Weitere Infos unter www.adg.be. (red)

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