Malmedy gedenkt der Ardennenoffensive

Am Samstag, 14. Dezember, findet ab 17.30 Uhr ein Fackelumzug statt, der vom Stadtzentrum zum Mahnmal nach Baugnez führen wird.

Damit soll an das Massaker an der Kreuzung im Dezember 1944 erinnert werden, wo während der Ardennenoffensive 84 amerikanische Soldaten niedergemetzelt wurden. Dazu wird um 19 Uhr am Mahnmal für jedes Opfer eine Kerze aufgestellt.

Das Museum „Baugnez 44“ klinkt sich in die Gedenkfeiern ein und veranstaltet am Samstag ab 9 Uhr eine Militärbörse.

Ab 13 Uhr findet eine Ausstellung von Militärfahrzeugen auf dem Außengelände statt und ab 20 Uhr wird es ein Essen und einen Musikabend mit dem Thema „Die 40er Jahre“ geben.

Am Sonntag, 15. Dezember, ist die Ausstellung von Militärfahrzeugen weiterhin zu sehen.

Um 14 Uhr findet die große Gedenkfeier im Beisein der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland und der USA am Mahnmal statt.

Militärische Ehren werden den Opfern erwiesen, auch wird ein GI aus dieser Zeit, der aber nicht in Baugnez in Kampfhandlungen verwickelt war, anwesend sein.

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Kommentare

  • Das Gedenken der Malmedyer an die 84 Soldaten der US Army finde ich sehr gut. Meine Anteilnahme den Familien der GIs nachträglich und eine große Entschuldigung, Gott segne sie.
    Mein Vater kämpfte damals mit der Leibstandarte in Belgien. Er war nicht an dem Verbrechen in Malmedy beteiligt und hat auch keine Kriegsverbrechen begangen. Er war als Soldat Teil des deutschen Angriffskriegs und beim Nachschub. Mit 16 hatte er sich zur Armee beworben und war nach dem Krieg in amerikanischer und britischer Kriegsgefangenschaft. Habe Malmedy im letzten Jahr besucht und nie solche Zerstörung wie auf dem Foto erahnt, hatte auch von den 200 zivilen Opfern bisher nicht gelesen.
    Bin hier in Deutschland bei Osnabrueck neben einem Camp der US Army aufgewachsen, den Vorden Ranges. Verwandte der Mutter haben in der US Army gegen Deutschland gekämpft. Richard Hansler war Navigator in einem B-17 Bomber über München und hat ein Buch darüber geschrieben. Tante Ada Hegner Bomben gebaut am Lake Eri. Der Krieg war ein großer Bruch in der deutsch-amerikanischen Familiengeschichte.
    Wir haben gerne mit den GIs Basketball in unserer Sporthalle gespielt. Sie brachten gerne ihr Millers mit. Hoffe die GIs und ihre Familien können uns diesen können uns diesen Krieg heute verzeihen, was auch für alle Belgier gilt.

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