Wenn Frauen Frauen fahren: Brüssel bekommt einen neuen Taxidienst

<p>In Städten wie London oder Paris werden bereits ähnliche Fahrdienste für Frauen angeboten.</p>
In Städten wie London oder Paris werden bereits ähnliche Fahrdienste für Frauen angeboten. | Foto: belga

Unsicherheit, Angst, unangenehme oder gar traumatisierende Erlebnisse: Die Gründe warum Frauen nachts nicht alleine nach Hause gehen wollen, sind vielfältig - aber auch durchaus verständlich. Möglichkeiten, einen „relativ sicheren“ Weg in die langersehnte „Heia“ anzutreten gibt’s viele: Zu Fuß in Begleitung, via E-Scooter, per Fahrrad oder eben klassisch mit dem Taxi. Doch auch der oftmals kostspielige Fahrservice wirkt nicht immer zu 100 Prozent safe - vor allem nicht in einer Großstadt wie Brüssel. Das behauptet zumindest eine 24-jährige Studentin, die ihren Namen nicht in den Medien lesen möchte. Um dem angeblichen Problem entgegenzuwirken, macht die junge Dame nun mobil. Ihr Ansatz: Ein Taxi, das von Frauen gesteuert wird, und mit dem nur Frauen fahren dürfen.

Einen Namen für das Projekt hat sich die Studentin auch schon überlegt: Girl’s Ride hat sie ihre Unternehmung getauft, die zunächst „nur“ in der Nacht von Samstag auf Sonntag (von 21 abends bis 4 Uhr morgens) ihre Runden in der Hauptstadt drehen soll. Kostenpunkt einer Fahrt: 10 Euro. „Die Unabhängigkeit der Frauen und ihr Wohlergehen in der Gesellschaft ist mein größtes Anliegen“, erklärt die Initiatorin gegenüber der Tageszeitung „La Dernière Heure“.

Komplett finalisiert ist die Idee des Frauen-Nachttaxis aber noch nicht - und trotzdem hat die 24-Jährige schon in der beliebten Bilder-App Instagram die Werbetrommel gerührt. Mit Erfolg. Innerhalb kürzester Zeit hatten den Account über 1.000 User abonniert. „Wir sind überrascht über das Ausmaß unserer Initiative, aber auch sehr stolz, dass das Projekt so gut ankommt.“

Wann die Jungfernfahrt in Brüssel über die Bühne gehen wird, lässt sich momentan noch nicht definieren. „Da wir jedoch einen optimalen Service anbieten wollen, dauert die Erstellung des Projekts länger als erwartet“, gibt die Studentin zu verstehen. Sobald neue Details unter Dach und Fach sind, sollen sie bekannt gemacht werden - höchstwahrscheinlich als Erstes auf Instagram. (calü)

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