Der zweite Tag des Siebenkampfs bei den Weltmeisterschaften in Doha begann für Nafi Thiam, die nach vier Wettbewerben einen Rückstand von 96 Punkten auf Katarina Johnson-Thompson hatte, mit einem herben Rückschlag. Beim Weitsprung verlor sie 33 Zentimeter und weitere 120 Punkte auf ihre britische Konkurrentin. Nach dem fünften Wettbewerb stand es somit 5.233 zu 5.017 für Johnson-Thompson.
Um das Blatt noch zu wenden, musste die Namurerin eine starke Leistung beim Speerwerfen, dem Schwachpunkt von Johnson-Thompson, zeigen. Das gelang ihr jedoch nicht. Mit 48,04 Metern konnte sie lediglich 79 Punkte auf ihre Kontrahentin (43,93 Meter) gutmachen. Der Zwischenstand nach sechs Disziplinen: 5.976 zu 5.839 für die Britin. Damit rückte die erfolgreiche Titelverteidigung für Nafi Thiam in weite Ferne.
Der abschließende 800-Meter-Lauf änderte dann erwartungsgemäß nichts mehr an der Spitze. Während Johnson-Thompson mit einer Zeit von 2:07,26 Minuten ins Ziel kam, benötigte Thiam 2:18.93 Minuten.
Damit sicherte sich die Britin vollkommen verdient den Weltmeistertitel im Siebenkampf. In den vergangenen zwei Tagen hat sie eine herausragende Leistung abgerufen. Vier persönliche Rekorde hat sie aufgestellt, 6.981 Punkte standen am Ende zu Buche. Thiam landete mit 6.677 Punkten auf dem zweiten Platz. Bronze sicherte sich Verena Preiner aus Österreich mit 6.560 Punkten.
Die beiden übrigen Belgierinnen, Hanne Maudens (5.167) und Noor Vidts (5.109), schlossen den Wettkampf auf dem 16. beziehungsweise 18. Platz ab. (svm)

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