Dramatische Warnung: Belgiens Küste ist in Gefahr

<p>Es herrschen stürmische Zeiten an der Küste von Ostende.</p>
Es herrschen stürmische Zeiten an der Küste von Ostende. | Foto: belga

„Die belgische Küste ist in Lebensgefahr“, titelt die Tageszeitung „La Dernière Heure“ am Donnerstag. Mit der Aussage spielt das Blatt auf den vom Weltklimarat IPCC am Mittwoch vorgestellten Report zur Eisschmelze und den Ozeanen an. Denn demnach soll der Meeresspiegel „immer schneller“ anschwellen: Der Anstieg sei mit 3,6 Millimeter pro Jahr derzeit doppelt so hoch wie im Schnitt des 20. Jahrhunderts. Während er im gesamten 20. Jahrhundert um 15 Zentimeter geklettert sei, könnte er bei einer starken Erhöhung der Treibhausgase von Anfang des 20. Jahrhunderts bis 2100 um rund einen Meter steigen.

Durch die Erhöhung könnten ganze Küstenstreifen – wie sie auch hierzulande bestehen – unbewohnbar werden. „Belgien muss seine Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels intensivieren und die Widerstandsfähigkeit der Küste gegen den Anstieg des Meeresspiegels erhöhen“, warnt Sarah Vanden Eede, Sprecherin der belgischen Abteilung der Naturschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF): „Wenn wir so weiter machen, werden Gebäude entlang der Küste und die Küstenlandschaft, wie wir sie heute kennen, vom steigenden Meeresspiegel einfach weggespült.“

Nach Angaben von WWF müssten schnellstens die Treibhausgasemissionen deutlich reduziert werden und der Fokus auf den Klimaschutz gelegt werden. „Wenn Ökosysteme geschützt und regeneriert werden, können sie weiterhin die Lebensgrundlagen und das Wohlergehen der Menschen unterstützen und gleichzeitig dazu beitragen, klimabedingte Risiken abzumildern“, lässt Sarah Vanden Eede verkünden. (dpa/belga)

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