Griechenland rechnet mit Ankunft von Tausenden neuen Flüchtlingen

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Auf den griechischen Inseln sind die Registrierzentren längst restlos überfüllt. | Foto: dpa

Auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Kos und Leros ist die Zahl der Migranten mittlerweile von 14.000 im April auf 27.700 Menschen angestiegen. Athen vermutet, dass die Entwicklung mit einer neuen Flüchtlingspolitik der Türkei zusammenhängt. Demnach will Ankara Tausende Migranten aus Istanbul entfernen und in Auffanglager nahe der syrischen Grenze bringen. Um das zu vermeiden, wagten die Menschen die gefährliche Reise über das Meer Richtung EU.

Auf den betroffenen griechischen Inseln sind die Registrierzentren längst restlos überfüllt. Die örtlichen Bürgermeister warnen angesichts der angespannten Situation vor dramatischen Entwicklungen wie etwa Zusammenstößen zwischen Migranten und Inselbewohnern.

Der im März 2016 in Kraft getretene Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei sieht vor, dass die EU alle Flüchtlinge und Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Die Bearbeitung der Asylanträge kommt wegen Personalmangels jedoch bis heute nur mühsam voran. Die neue konservative griechische Regierung, die seit Juli im Amt ist, hat angekündigt, die Verfahren zu beschleunigen.

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