Wie auf der Webseite des Geschichtsvereins „Zwischen Venn und Schneifel“ dokumentiert ist, hatte sich bereits Anfang September 1944 die Meldungen verdichtet, dass sich die Amerikaner von Frankreich kommend auf dem schnellen Vormarsch zum Westwall befänden und dabei St.Vith erobern würden. Am 4 September kam der Befehl zur Evakuierung von St.Vith, die Bevölkerung musste die Stadt mit ihren Habseligkeiten und dem Vieh in Richtung Deutschland verlassen. Am Abend des 4. September 1944 setzte sich der große Treck in Bewegung, der die St.Vither bis in die Nähe von Kassel nach Dransfeld führen sollte. Die anderen harrten in der Stadt aus und warteten auf die heranrückenden Amerikaner, die St.Vith am 14. September kampflos einnahmen. Der Jubel hielt sich in Grenzen, weil die Menschen verängstigt waren und die amerikanischen Soldaten, vor allem die farbigen G.I.’S von der Nazi-Propaganda als wahre Monster beschrieben wurden. Dies traf aber absolut nicht zu. Während die Alliierten weiterhin die Festung Deutschland von allen Seiten angriffen, herrschte in St.Vith für einige Monate relative Ruhe, bis am 16. Dezember die Ardennenoffensive begann und Leid und Schrecken über die Region brachte.

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