Die beiden Informatoren haben offensichtlich von Anfang an darauf gesetzt, eine Mehrheit mit den stärksten Parteien in beiden Landesteilen, der N-Va und der PS, zu bilden. Beide waren bei den Wahlen am 26. Mai allerdings von ihren Wählern abgestraft worden. Wie im Übrigen die anderen potenziellen Partner einer künftigen Regierung auch. Sie sind zuversichtlich, zum nächsten Termin Anfang Oktober einen konkreten Vorschlag für eine Regierungsbildung vorlegen zu können.
Man habe, nachdem Groen erklärt habe, nur mit Ecolo gemeinsam am Verhandlungstisch sitzen zu wollen, beschlossen, nur mit sechs Parteien weiterzumachen, so Didier Reynders. Ecolo hatte bereits früh erklärt, nicht mit der N-VA an einem Tisch sitzen zu wollen. PTB und VA hatten die Informatoren erst gar nicht eingeladen.
Man darf also gespannt sein, ob auch auf föderaler Ebene jetzt der Zug wirklich ins Rollen kommt, nachdem während mehr als 100 Tagen lediglich minimale Fortschritte gemacht werden konnten. So war die Tatsache, dass sich PS und N-VA endlich an einen Tisch zu setzen bereit waren, bereits als Erfolg verkauft worden (os)

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