Eifeler „benötigen“ Fläche

<p>Gerade an den geografischen „Extremitäten“ der Wallonie, im ländlichen Raum im Süden und Westen, bleibt die Landflucht ein weiterhin akutes Phänomen und drückt zudem auf die Preise.</p>
Gerade an den geografischen „Extremitäten“ der Wallonie, im ländlichen Raum im Süden und Westen, bleibt die Landflucht ein weiterhin akutes Phänomen und drückt zudem auf die Preise.

Zur kontinuierlichen Steigerung des Bau- und Wohngrunds im südlichen Landesteil haben besonders auch fünf ostbelgische Gemeinden beigetragen, die im Erhebungszeitraum eine Steigerungsrate zwischen zwanzig und dreißig Prozent verzeichneten. Eine Quote, die ansonsten in der gesamten Wallonie nur noch zwei Gemeinden erreichten: La-Roche-en-Ardenne und Saint-Hubert.

Ähnlich war der individuell beanspruchte Geländezuwachs nur noch in den vier Eifelgemeinden Burg-Reuland, St.Vith, Amel und Büllingen sowie Lontzen. Gerade letzterer Name dürfte womöglich überraschen, immerhin ist Lontzen nicht nur im ostbelgischen Vergleich eine flächenmäßig recht kleine Gemeinde - mit gerade mal 28,82 Quadratkilometern (und mit diesem Wert nach Kelmis eh die zweitkleinste deutschsprachige Gemeinde).

Zum Vergleich: In den übrigen vier ostbelgischen Gemeinden steht allein mit Blick auf die Gesamtfläche deutlich mehr (Bau)grund zur Verfügung, jedoch ist in Burg-Reuland (108,96 Quadratkilometer), St.Vith (146,93), Amel (125,15) und Büllingen (150,48) die Bevölkerungsdichte ungleich geringer.

Konkret: Während Lontzen mit 5695 Einwohnern aufgrund seiner geringen Ausdehnung bei vergleichbarer Bevölkerung wie Amel (5480) oder Büllingen (5473) auf eine deutlich höhere Dichte kommt, liegt die Zahl in Burg-Reuland und Büllingen mit 36 Einwohnern um ein Vieles niedriger. In Amel und St.Vith sind es nach aktuellem Stand 44 respektive 66 Einwohner.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass der Lebens- und Wohnraum in Lontzen erkennbar knapper wird, vor allem bedingt durch die rege Bautätigkeit in den vergangenen Jahren (nicht zuletzt durch die verstärkte Erschließung von Parzellierungen).

Ähnlich wie in der Eifel ist die Situation in den beiden vorgenannten Gemeinden in den Ardennen, wo die Bürger in den letzten zehn Jahren deutlich mehr „Platz“ beanspruchen.

Während Saint-Hubert bei einer Fläche von 111,16 Quadratkilometern eine eher durchschnittliche Dichte im ländlichen Raum aufweist, ist die Zahl in La-Roche-en-Ardenne nahezu identisch mit Büllingen, heißt: bei einer Größe von 147,52 Quadratkilometern lediglich eine Bevölkerungsdichte von 35 Einheiten.

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