Temperaturen passten zum Motto „Summerbeats“ in Raeren

Die Besucher genossen die Musik der Harmonie größtenteils sitzend.
Die Besucher genossen die Musik der Harmonie größtenteils sitzend. | Foto: Griseldis Cormann

Bei sehr warmen und später angenehmen Temperaturen sorgten sie für eine einladende Atmosphäre, den Samstag auf dem „Balkon von Raeren“ gemütlich zu verbringen. Die Raerener nahmen diese Gelegenheit zahlreich wahr.

Eine Open-Air-Veranstaltung bei lateinamerikanischen Klängen geht auf den Wunsch und die Idee von Dirigent Senne La Mela, der die Harmonie NOW im Mai 2016 übernahm, zurück. Nach einem passenden Ort musste erst gesucht werden. Der Dorfplatz schied aus, da er zu weitläufig ist. Denn so ganz sicher, ob viele Leute kommen, könne man nie sein. Schließlich hänge vieles von weiteren Veranstaltungen im Umkreis und dem Wetter ab. Am Samstag stimmte beides.

Neben dem Café am Stellwerk Langenbend am ehemaligen Raerener Bahnhof stand ein Zelt, in dem erst das Jugendorchester und später zweimal eine Stunde die Harmonie spielte. Marcel Emontspohl, der für den Bass sorgte, zeigte sich überrascht, wie viel los war. Und es sei ein sehr aufmerksames Publikum: „Ich hätte jetzt mehr gedacht, dass die Leute sich unterhalten und bewegen und wir mehr für die Hintergrundunterhaltung sorgen, aber sie waren sehr aufmerksam“, so der Raerener, der aus Sicht des Musikers den Klang im Zelt immer interessant findet. Er werde kanalisiert, während er sich im Schatten auf einer freien Fläche, bei einer vollkommenen Freiluftaufführung deutlich weitläufiger verteile und schneller verflüchtige. Gewünscht hatte man sich seitens der Harmonie, dass das Publikum die Musik genieße und zu den Liedern tanze. Letzteres erfolgte bei Temperaturen über 30 Grad eher weniger, trotz beispielsweise des rhythmischen „Copa Cabana“-Liedes. Doch dass bei Gegrilltem, bei süffigen selbst kreierten Cocktails und bei anderen erfrischenden Getränken die Musik genossen werden konnte, stand den allermeisten Gästen ins Gesicht geschrieben. Denn bei vollbesetzten Sitzplätzen traf man auch zahlreiche Freunde und Bekannte und nutzte die Gelegenheit zu interessanten Gesprächen und dem gemütlichen Beisammensein, so wie Martha Wertz und Agnes Kreutz auch: „Es ist eine schöne Atmosphäre. Wir kommen hier regelmäßig eins trinken. Wir finden es schön, dass es auch Musik gibt, aber sie spielen doch recht klassisch. Wir hätten es uns mit etwas mehr Schwung vorgestellt, zum Tanzen einladend – temperamentvoller.“

Aus Sicht des Verkehrsvereins, der mit dem Betreiber des Bahnhofscafés Marc Vandenrul die Organisation in die Hand genommen hatte, war es eine gelungene Premiere.

Die erste Musikveranstaltung am „Balkon von Raeren“, wie Bürgermeister a.D. Hans-Dieter Laschet zu sagen pflegte, habe den Verkehrsverein dem Ziel wieder ein Stück näher gebracht, der Raerener Bevölkerung zu zeigen, dass etwas für sie geboten wird, so VVR-Präsident Jean-Pierre Schoenen: „Die Gäste sollen wissen, dass etwas für sie getan wird und dafür wollen wir die Vereine, die manchmal oft aneinander vorbei arbeiten, zusammenbringen. Ich denke, dass es heute hier gelungen ist, denn die Gäste haben Spaß und lassen es sich gut gehen.“

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